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Pressemitteilung04. Mai 2026Digital IndustriesNürnberg/München
Siemens erweitert sein digitales Portfolio für das Management von Wasser, Abwasser und Abfall
SIWA Treatment Optimizer senkt Energieverbrauch und Emissionen in der Abwasserbehandlung
Neue Lösungen für Wasser, Abwasser und Abfall
SIWA Quality Inspector
ist ein Softwaremodul für datengestützte Entscheidungen zur Wasserqualität. Es
analysiert Wasserqualitätsparameter in Echtzeit – von der Aufbereitung bis hin
zum Endverbraucher – und hilft Betreibern, Veränderungen im Netz frühzeitig zu
erkennen, etwa Wasseralter, Vermischungseffekte in Behältern oder
Qualitätsabweichungen in der Verteilung. Damit schafft die Lösung die Grundlage
für proaktivere Betriebsstrategien und vorbeugende Instandhaltung.
Für die
Abwasserbehandlung hat Siemens den SIWA Treatment Optimizer entwickelt – eine
Softwarelösung auf Basis physikbasierter Modelle, die Anlagenbetreiber bei der
Prozesssteuerung in Echtzeit unterstützt. Im Kern nutzt die Lösung
mechanistische Prozessmodelle, um den Reinigungsprozess in Echtzeit zu
analysieren und konkrete Steuerungsempfehlungen für den Anlagenbetrieb zu
liefern. Die Digital-Twin-Technologie ermöglicht zudem die Simulation von
Auslegungsszenarien. Alle SIWA-Applikationen sind Teil des Siemens-Xcelerator-Portfolios.
Soft Sensoren erweitern
die Datenbasis zusätzlich: Sie berechnen kontinuierlich Prozessgrößen wie
Gesamtschwebstoffe, biologischen Sauerstoffbedarf und Lachgasemissionen – auch
dort, wo keine physische Messtechnik verfügbar ist. So erhalten Betreiber einen
tieferen Einblick in die tatsächliche Prozessleistung und können die Einhaltung
regulatorischer Grenzwerte auch bei schwankenden Zulaufbedingungen besser
sicherstellen. Je nach Anwendung sind Energiekosteneinsparungen von bis zu 25
Prozent möglich.
Amrutha Venugopal,
Leiterin des Wasser- und Abfallgeschäfts bei Siemens, sagt: „Wasser- und
Abwasserprozesse lassen sich in Echtzeit oft nur schwer beurteilen, sodass
Betreiber häufig auf Erfahrung oder Sicherheitsmargen angewiesen sind. Unsere
digitalen Lösungen schaffen hier mehr Transparenz über das Prozessverhalten.
Mit SIWA-Applikationen, Soft Sensing und Echtzeitüberwachung der Wasserqualität
können Betreiber präzisere Entscheidungen treffen – etwa bei der Belüftung oder
der Chlordosierung – und so Unsicherheiten ebenso wie den Energie- und
Chemikalienverbrauch reduzieren. Diese skalierbaren Lösungen sind auf die
Anforderungen heutiger Anlagen und Netze ausgelegt.“
Effiziente Überwachung von Stoffströmen und Anlagenbetrieb in der Abfallwirtschaft
Siemens erweitert sein
Portfolio auf der IFAT 2026 um Abfallmanagement und ergänzt damit seine
etablierten Lösungen für Wasser und Abwasser. Das erweiterte Portfolio deckt
den gesamten Abfallkreislauf ab – von der Sammlung und Sortierung über
Behandlung und Recycling bis hin zur energetischen Verwertung. Dazu ermöglicht
das Portfolio von Siemens Totally Integrated Automation (TIA) einen
effizienten, sicheren und integrierten Betrieb von Recyclinganlagen.
Ergänzt wird das
Portfolio durch zwei weitere Lösungen aus dem Automatisierungs- und
Kommunikationsumfeld. Simatic WinCC Unified ResCon bringt ein vollständig
integriertes Lastmanagementsystem in die SCADA-Lösungen Simatic WinCC Unified
von Siemens: Es überwacht und steuert automatisch Strom, Gas und weitere
Medien, hilft dabei, kostspielige Lastspitzen zu vermeiden, und schafft
Transparenz über Energieströme in Echtzeit.
Der
Kommunikationsprozessor CP1243-1 ermöglicht die flexible Einbindung verteilter
Assets in eine Vielzahl industrieller Kommunikationsprotokolle sowie in moderne
Cloud- und Internet-of-Things-(IoT-)Plattformen. Mit integrierter
IPv6-Unterstützung, Webserver- und Diagnosefunktionen sowie ereignisbasierter
Alarmierung ist er auf die Anforderungen moderner, vernetzter Infrastrukturen
ausgelegt.
Siemens auf der IFAT 2026 – Halle C1, Stand 305
Mit seinen neuen
Lösungen für Trinkwasser, Abwasser und Abfallmanagement bündelt Siemens auf der
IFAT 2026 digitale Werkzeuge für drei zentrale Bereiche kommunaler und
industrieller Umweltinfrastrukturen – und zeigt zugleich sein gesamtes
Automatisierungs- und Digitalisierungsportfolio für die Wasserwirtschaft. Im
Mittelpunkt des Messeauftritts steht die Verbundleitwarte: Sie bietet
Betreibern einen einheitlichen und transparenten Überblick über alle Assets und
Anlagen. Dafür führt sie Daten aus unterschiedlichsten Subsystemen auf einer
einzigen Plattform zusammen – unabhängig vom jeweiligen Infrastrukturbereich.
Offene Schnittstellen und eine skalierbare Architektur schaffen die Grundlage
für datengestützten Betrieb, vorausschauende Instandhaltung und weiterführende
digitale Services.
Darüber hinaus zeigt
Siemens, wie sich die Verbundleitwarte mit weiteren digitalen Werkzeugen
kombinieren lässt: KI-basierte Lösungen zur Leckageerkennung,
Prozessmodellierung und -simulation für die Abwasserbehandlung sowie moderne
Energiemanagementsysteme, die Transparenz über Ressourcenströme schaffen und
dazu beitragen, Emissionen und Betriebskosten zu senken. Ein weiterer
Schwerpunkt ist Cybersecurity: Siemens unterstützt Betreiber kritischer
Wasserinfrastrukturen dabei, ihre Assets zu schützen und regulatorische
Anforderungen zu erfüllen.
Für diese Pressemitteilung
Siemens Digital Industries (DI) befähigt Unternehmen jeder Größe in der Prozess- und diskreten Fertigungsindustrie, ihre digitale und nachhaltige Transformation über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg zu beschleunigen. Das innovative Automatisierungs- und Softwareportfolio von Siemens revolutioniert das Design, die Umsetzung und Optimierung von Produkten und Produktion. Und mit Siemens Xcelerator – der offenen digitalen Business-Plattform – wird dieser Prozess noch einfacher, schneller und skalierbarer. Gemeinsam mit unseren Partnern und unserem Ökosystem ermöglicht Siemens Digital Industries seinen Kunden, eine nachhaltige Digital Enterprise zu werden. Siemens Digital Industries beschäftigt weltweit rund 70.000 Mitarbeiter.
Siemens AG (Berlin und München) ist ein führendes Technologieunternehmen mit Fokus auf die Felder Industrie, Infrastruktur, Mobilität und Gesundheitswesen. Anspruch des Unternehmens ist es, Technologie zu entwickeln, die den Alltag verbessert, für alle. Indem es die reale mit der digitalen Welt verbindet, ermöglicht es den Kunden, ihre digitale und nachhaltige Transformation zu beschleunigen. Dadurch werden Fabriken effizienter, Städte lebenswerter und der Verkehr nachhaltiger. Als führendes Unternehmen im Bereich industrieller Künstlicher Intelligenz nutzt Siemens sein umfassendes Fachwissen, um KI - einschließlich generativer KI - auf reale Anwendungen zu übertragen und entwickelt KI-Lösungen für Kunden aller Branchen, die einen echten Mehrwert bieten. Siemens ist mehrheitlicher Eigentümer des börsennotierten Unternehmens Siemens Healthineers, einem weltweit führenden Anbieter von Medizintechnik, der Pionierarbeit im Gesundheitswesen leistet. Für jeden Menschen. Überall. Nachhaltig.
Im Geschäftsjahr 2025, das am 30. September 2025 endete, erzielte der Siemens-Konzern einen Umsatz von 78,9 Milliarden Euro und einen Gewinn nach Steuern von 10,4 Milliarden Euro. Zum 30.09.2025 beschäftigte das Unternehmen auf fortgeführter Basis weltweit rund 318.000 Menschen. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.siemens.com.