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Pressemitteilung05. Mai 2026Smart InfrastructureZug (Schweiz)
Siemens definiert mit Gridscale X den Netzbetrieb und die agentenbasierte Übertragungsplanung neu
Siemens definiert mit Gridscale X den Netzbetrieb und die agentenbasierte Übertragungsplanung neu
Da Versorgungsunternehmen mit
einer steigenden Nachfrage und zunehmender Systemkomplexität konfrontiert sind,
reichen herkömmliche Ansätze für die Übertragungsplanung und den Netzbetrieb
nicht mehr aus. Elektrifizierung, Rechenzentren und KI-gestützte Branchen
wachsen schneller als erwartet, während erneuerbare Energien zusätzliche
Schwankungen verursachen, die klassische Stromnetze nicht auffangen können. Die
Bewältigung dieser Herausforderungen erfordert einen holistischen Ansatz für
den Systembetrieb. Ein einheitliches Netzmodell und ein digitaler Zwilling
schaffen systemweite Transparenz, um die Flexibilität aktiv zu steuern,
Betriebsrisiken zu reduzieren und die Netze sicherer an ihre technischen
Grenzen heranzuführen – die Basis für autonome, resiliente Netze.
„Gridscale X ist das zentrale
digitale Rückgrat, das langfristige Planung und Echtzeitbetrieb miteinander
verbindet und so einen durchgängigen Systembetrieb ermöglicht”, erklärt Sabine
Erlinghagen, CEO von Siemens Grid Software. „Die Plattform unterstützt auch
Eigenentwicklungen, sodass Versorgungsunternehmen ihre individuellen
Anwendungen auf Gridscale X migrieren können, um sie in einem gemeinsamen
Netzmodell auszuführen und zu skalieren. Auf diese Weise integrieren sie ihre
Innovationen direkt in die Betriebsabläufe des Systems. Beim niederländischen
Versorgungsunternehmen Alliander ist die Plattform bereits erfolgreich im
Einsatz.”
Der
niederländische Netzbetreiber Alliander, ein strategischer Partner von Siemens,
ist das erste Versorgungsunternehmen, das seine selbst entwickelten Anwendungen
direkt auf die Plattform integriert hat. Seit der Bekanntgabe der Partnerschaft
im Jahr 2024 hat Alliander die Abdeckung des Mittelspannungsnetzes von 65 auf
100 Prozent ausgeweitet, 85 Anwendungen auf Gridscale X migriert und seine
IT-Landschaft um 30 Prozent verschlankt. Dies verdeutlicht, wie ein gemeinsames
digitales Fundament dabei hilft, Netzkapazitäten freizusetzen, die Komplexität
zu verringern und die Skalierung zu beschleunigen.
Gridscale X PSS E: die Zukunft der agentenbasierten Übertragungsplanung
Mit der nächsten
PSS E-Generation auf Gridscale X weitet Siemens die Plattform und die
Prinzipien eines gemeinsamen Netzmodells auf die Übertragungsplanung aus und
geht damit einen entscheidenden Schritt in Richtung einer zukunftsorientierten
agentenbasierten Übertragungsplanung. Die Software bietet neue KI-gestützte
Funktionen, die die erforderliche Geschwindigkeit, Transparenz und
Skalierbarkeit für resiliente, nachhaltige und autonome Netze liefern. Durch
die Kombination von bewährten Simulationsverfahren, domänenspezifischer
KI-Automatisierung und einer neuen Benutzererfahrung beschleunigt die Software
Planungsstudien und Arbeitsabläufe, erhöht Teamkapazitäten und verbessert die
Entscheidungsfindung über den gesamten Prozess hinweg. Mit über 2.000 offenen
APIs mit Automatisierungsfunktionen ermöglicht Gridscale X PSS E eine nahtlose
Integration sowie eine leistungsstarke Automatisierung und bildet die Grundlage
für eine Planung auf Basis von digitalen Zwillingen.
Die neueste
Weiterentwicklung unterstützt gezielt Szenarien zur Integration von
Rechenzentren und hohen Lasten, so dass Planer Anschlussanfragen deutlich
schneller und transparenter bewerten, priorisieren und bearbeiten können. Eine
neu gestaltete, cloud-native Benutzeroberfläche optimiert die Arbeitsabläufe
und die Automatisierung bei Studien zum Netzanschluss, verkürzt Antwortzeiten
um bis zu 50 Prozent und hilft Übertragungsnetzbetreibern dabei, die steigende
Nachfrage zu bewältigen und gleichzeitig die Netzstabilität zu sichern.
„Seit mehr als 50 Jahren gilt PSS E weithin als
Maßstab für die Übertragungsplanung und genießt das Vertrauen von Planern auf
der ganzen Welt”, ergänzt Erlinghagen. „Wir sind sehr stolz, mit der nächsten Generation von PSS E genau auf
diesem Fundament aufzubauen. Die neuen KI-gestützten, agentenbasierten
Funktionen sowie die moderne Benutzererfahrung unterstützen Planer gezielt
dabei, die zunehmende Komplexität zu bewältigen, trotz wachsenden Zeitdrucks
schneller und effizient zu arbeiten und die Zukunft der Übertragungsplanung
souverän anzuführen.”
Für diese Pressemitteilung
Siemens Smart Infrastructure (SI) gestaltet den Markt für intelligente, anpassungsfähige Infrastruktur für heute und für die Zukunft. SI zielt auf die drängenden Herausforderungen der Urbanisierung und des Klimawandels durch die Verbindung von Energiesystemen, Gebäuden und Wirtschaftsbereichen. Siemens Smart Infrastructure bietet Kunden ein umfassendes, durchgängiges Portfolio aus einer Hand – mit Produkten, Systemen, Lösungen und Services vom Punkt der Erzeugung bis zur Nutzung der Energie. Mit einem zunehmend digitalisierten Ökosystem hilft SI seinen Kunden im Wettbewerb erfolgreich zu sein und der Gesellschaft, sich weiterzuentwickeln – und leistet dabei einen Beitrag zum Schutz unseres Planeten. Um diese Aktivitäten zu schützen, fördern wir ganzheitliche Cybersicherheit, um einen sicheren und zuverlässigen Betrieb zu gewährleisten. Der Hauptsitz von Siemens Smart Infrastructure befindet sich in Zug in der Schweiz. Zum 30. September 2025 hatte das Geschäft weltweit rund 79.400 Beschäftigte.
Siemens AG (Berlin und München) ist ein führendes Technologieunternehmen mit Fokus auf die Felder Industrie, Infrastruktur, Mobilität und Gesundheitswesen. Anspruch des Unternehmens ist es, Technologie zu entwickeln, die den Alltag verbessert, für alle. Indem es die reale mit der digitalen Welt verbindet, ermöglicht es den Kunden, ihre digitale und nachhaltige Transformation zu beschleunigen. Dadurch werden Fabriken effizienter, Städte lebenswerter und der Verkehr nachhaltiger. Als führendes Unternehmen im Bereich industrieller Künstlicher Intelligenz nutzt Siemens sein umfassendes Fachwissen, um KI - einschließlich generativer KI - auf reale Anwendungen zu übertragen und entwickelt KI-Lösungen für Kunden aller Branchen, die einen echten Mehrwert bieten. Siemens ist mehrheitlicher Eigentümer des börsennotierten Unternehmens Siemens Healthineers, einem weltweit führenden Anbieter von Medizintechnik, der Pionierarbeit im Gesundheitswesen leistet. Für jeden Menschen. Überall. Nachhaltig.
Im Geschäftsjahr 2025, das am 30. September 2025 endete, erzielte der Siemens-Konzern einen Umsatz von 78,9 Milliarden Euro und einen Gewinn nach Steuern von 10,4 Milliarden Euro. Zum 30.09.2025 beschäftigte das Unternehmen auf fortgeführter Basis weltweit rund 318.000 Menschen. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.siemens.com.