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Wesel ist Deutschlands Blitz-Hauptstadt 2016

Siemens BlitzAtlas 2016

"Im Jahr 2016 gab es in Deutschland auffallend wenige Blitzeinschläge", sagte Stephan Thern, Leiter des Blitz-Informationsdienstes von Siemens. "Hauptgrund ist, dass im normalerweise blitzreichen August sehr wenige Gewitter zu verzeichnen waren. Mit dem Landkreis Wesel – einer eigentlich blitzarmen Region – haben wir dabei erneut einen Überraschungssieger: Dies lag an wenigen, dafür aber sehr heftigen Gewittern im Mai und Juni, bei denen ein Großteil der Blitze im Landkreis eingeschlagen sind."
"Der Kreis Wesel liegt in einer niederrheinischen Region voller Gegensätze: Auf der einen Seite findet sich eine hochentwickelte Industrie und auf der anderen eine naturnahe Umgebung. Bei der Entstehung eines Gewitters stoßen ja auch Gegensätze aufeinander, von daher passt die Auszeichnung als "Blitzhauptstadt" doch ganz gut zu uns. Außerdem ist im Kreis Wesel immer etwas los und Sonnenschein gibt es hier natürlich auch! Es lohnt sich, hier zu wohnen, zu arbeiten und zu investieren", sagte Landrat Dr. Ansgar Müller.
Nicht weniger überraschend ist, dass Hamburg mit rund 1,7 Blitzeinschlägen pro Quadratkilometer den ersten Platz unter den Bundesländern belegt. Grund waren auch hier wenige, dafür umso intensivere Gewitter.
Im Langzeitvergleich von 1999 bis 2016 liegen weiterhin die bayerischen Landkreise Garmisch-Partenkirchen mit 4,2 und Berchtesgadener Land mit 3,8 Blitzeinschlägen pro Quadratkilometer vorne. Tendenziell gibt es in den südlichen Bundesländern wie Bayern und Baden-Württemberg besonders viele Blitzeinschläge, während in Schleswig-Holstein eher wenige zu verzeichnen sind. Das hängt von den jeweiligen Temperaturen und der Großwetterlage ab. Genau vorhersagen lassen sich Blitze dabei nicht. "Gemeinsam mit unserem Partner, dem Schweizer Wetterdienst Meteomatics, arbeiten wir daran, den Verlauf von Gewittern immer präziser vorherzusagen", so Stephan Thern. "Inzwischen können wir Kunden eine Lösung anbieten, bei der wir durch Beobachtung der Blitzaktivität und anderer Wetterparameter die Zugrichtung der Gewitterzelle berechnen können. Dies ermöglicht bei bestimmten Gewitterfronten eine Kurzvorhersage."
Eine Schlüsselrolle hierfür spielt die fortschreitende Digitalisierung, insbesondere die rasant gestiegenen Rechen- und Speicherkapazitäten, eine schnellere Datenübertragung und effizientere Algorithmen zur Datenauswertung. Dadurch wird auch das 1991 etablierte Blitzinformationssystem immer schneller und präziser. Zur Erfassung der Blitze nutzt der Dienst rund 160 verbundene Messstationen in Europa und betreut das Messnetz in Deutschland, der Schweiz, Großbritannien, Polen, Benelux, Tschechien, der Slowakei und Ungarn. "Während es früher bis zu 30 Sekunden gedauert hat, bis Informationen zu einem Blitzeinschlag im System abrufbar waren, dauert es heute nur noch zehn", erklärte Stephan Thern. "Heute können wir rund die Hälfte der Blitze auf besser als 100 Meter genau bestimmen." Je präziser und schneller die Daten sind, umso höher der Schutz für Menschen, Industrieanlagen und Infrastruktur. Dabei nutzt BLIDS auch MindSphere, das cloudbasierte, offene IoT Betriebssystem von Siemens, um Kunden die Blitzdaten auf ihren PCs und Mobilgeräten verfügbar zu machen.

Weitere Informationen zu BLIDS finden Sie unter www.siemens.com/blids
Die Siemens AG (Berlin und München) ist ein führender internationaler Technologiekonzern, der seit mehr als 165 Jahren für technische Leistungsfähigkeit, Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Internationalität steht. Das Unternehmen ist in mehr als 200 Ländern aktiv, und zwar schwerpunktmäßig auf den Gebieten Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung. Siemens ist weltweit einer der größten Hersteller energieeffizienter ressourcenschonender Technologien. Das Unternehmen ist einer der führenden Anbieter effizienter Energieerzeugungs- und Energieübertragungslösungen, Pionier bei Infrastrukturlösungen sowie bei Automatisierungs-, Antriebs- und Softwarelösungen für die Industrie. Darüber hinaus ist das Unternehmen ein führender Anbieter bildgebender medizinischer Geräte wie Computertomographen und Magnetresonanztomographen sowie in der Labordiagnostik und klinischer IT. Im Geschäftsjahr 2016, das am 30. September 2016 endete, erzielte Siemens einen Umsatz von 79,6 Milliarden Euro und einen Gewinn nach Steuern von 5,6 Milliarden Euro. Ende September 2016 hatte das Unternehmen weltweit rund 351.000 Beschäftigte. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.siemens.com.
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