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THW bekommt erste mobile Atemschutzübungsstrecke

Die Ausstattung der Übungsstrecke umfasst u.a. Hinderniselemente, Nebeltechnik, Lichteffekte, Beschallung und Wärmebildkameras.

„Wir sind dankbar für diese wichtige Unterstützung beim Ausbau der Kapazitäten in der Atemschutzausbildung für unsere ehrenamtlichen Einsatzkräfte“, erklärt dazu THW-Vizepräsident Dierk Hansen. „Das Arbeiten unter Atemschutz ist eine wichtige Kompetenz, gerade im Hinblick auf mögliche Einsatzszenarien mit Gefahrgütern, bei Bränden zur Unterstützung der Feuerwehren und natürlich im Zivilschutz.“
In jedem der bundesweit 714 Technischen Züge des THW sind ausgebildete Atemschutzgeräteträgerinnen und -träger vorgesehen. Diese setzen bei Einsätzen unter erschwerten Bedingungen umluftunabhängige Atemschutzgeräte ein und absolvieren dazu jedes Jahr eine so genannte Belastungsübung. Diese beinhaltet das Tragen der kompletten Atemschutzausrüstung und einen festgelegten Trainingsablauf mit Ausdauer- und Kraftaufgaben sowie das Durchqueren einer engen, verdunkelten und vernebelten Orientierungsstrecke. 
Am THW-Ausbildungszentrum Neuhausen bei Stuttgart verfügt das THW über eine eigene, stationäre Atemschutzübungsstrecke, die auch zur Multiplikatorenschulung für die Atemschutzausbildung genutzt wird. Da das THW dezentral aber nicht über ausreichend Übungsanlagen verfügt, müssen viele ehrenamtliche THW-Einsatzkräfte weite Wege auf sich nehmen und vielerorts auf Anlagen von Feuerwehren ausweichen. Das erschwert die kontinuierliche Qualifikation. Die neue mobile Atemschutzübungsstrecke ermöglicht dem THW, rund 150 Ortsverbände im Modellraum Norddeutschland zuverlässig mit Belastungsübungen und Bereichsausbildungen zu versorgen. Die Anlage befindet sich in einem Sattelauflieger und bietet einen Leitstand, einen Konditionsbereich mit Trainingsgeräten sowie eine 28 Meter lange Orientierungsstrecke auf zwei Ebenen. Die Ausstattung umfasst ein Fahrradergometer, ein Laufband, eine Endlosleiter, ein Schlaggerät, eine Klimaanlage für Kühlung und Heizung sowie Hinderniselemente, Nebeltechnik, Lichteffekte, Beschallung und Wärmebildkameras. Die Technik basiert auf Konzepten verschiedener Berufsfeuerwehren in Deutschland und wurde für die Anforderungen des THW angepasst. 
„Katastrophenhilfe erfordert spezifisches Wissen und besondere Fähigkeiten. Beides muss regelmäßig trainiert werden, damit auch die THW-Einsatzkräfte selbst nicht in Gefahr geraten. Mit der neuen mobilen Atemschutzübungsstrecke leistet Siemens Caring Hands e.V. einen wichtigen Beitrag, um die hohen Standards des THW als international tätige Einsatzorganisation aufrechtzuerhalten“, sagt Stephan Frucht, Vorstandsmitglied von Siemens Caring Hands e.V., heute bei der feierlichen Übergabe des Übungstrailers in Hamburg.

Die neue mobile Atemschutzübungsstrecke ermöglicht dem THW, rund 150 Ortsverbände mit Belastungsübungen zu versorgen.

Eine regelmäßige Ausbildung an den Atemschutzgeräten ist Voraussetzung, um die Sicherheit der Einsatzkräfte zu gewährleisten.

„Wir freuen uns, dass die Stiftung THW gemeinsam mit Siemens Caring Hands e.V. und weiteren Spenderinnen und Spendern die mobile Atemschutzübungsstrecke (MOBAS) realisiert hat. Sie entlastet unsere ehrenamtlichen Atemschutzgeräteträgerinnen und -träger erheblich und erleichtert Arbeits- und Prüfabläufe. Die MOBAS wird mit hauptamtlicher Besatzung in den Ortsverbänden eingesetzt, reduziert den Zeitaufwand und verbessert die Einbindung in Ausbildung und Übungsbetrieb. Zudem entfallen lange Fahrten zu zentralen Anlagen, was Ressourcen schont. Unser Dank gilt allen Unterstützenden für die Möglichkeit, dem THW ein modernes, innovatives und umweltschonendes System zu übergeben – ein wichtiger Baustein für das THW der Zukunft und den Zivilschutz“, so Albrecht Broemme, Vorstandsvorsitzender der Stiftung THW, bei der Übergabe in Hamburg.
Das THW setzt die mobile Anlage zunächst im Regionalbereich Hamburg ein. Die Region verbindet städtische und ländliche Strukturen und eignet sich daher als Modellraum für bundesweit übertragbare Erkenntnisse. Die Ergebnisse des Pilotbetriebs fließen in den späteren bundesweiten Einsatz ein. Die Gesamtkosten der mobilen Atemschutzübungsstrecke betragen rund 1,1 Millionen Euro brutto. Die gemeinsame Spende von Siemens Caring Hands e.V. und Stiftung THW umfasst die gesamte Sattelzugmaschine inkl. Zugfahrzeug und Sattelauflieger mit allen Trainings- und Überwachungssystemen. Technisch realisiert wurde die mobile Trainingseinheit durch das in Lübeck ansässige Unternehmen Dräger, das die Anlage zu reinen Herstellungskosten bereitgestellt hat. „Wir freuen uns sehr, dazu beizutragen, die Einsatzfähigkeit des THW weiter zu stärken. Mit der mobilen Atemschutzübungsstrecke setzen wir gemeinsam neue Maßstäbe für die Ausbildung und den Schutz derjenigen, die täglich bereit sind, Leben zu retten“, so Stefan Dräger, Vorstandsvorsitzender der Drägerwerk Verwaltungs AG.

Für diese Pressemitteilung

Die Siemens AG (Berlin und München) ist ein führendes Technologieunternehmen mit Fokus auf die Felder Industrie, Infrastruktur, Mobilität und Gesundheitswesen. Anspruch des Unternehmens ist es, Technologie zu entwickeln, die den Alltag verbessert, für alle. Indem es die reale mit der digitalen Welt verbindet, ermöglicht es den Kunden, ihre digitale und nachhaltige Transformation zu beschleunigen. Dadurch werden Fabriken effizienter, Städte lebenswerter und der Verkehr nachhaltiger. Als führendes Unternehmen im Bereich industrieller Künstlicher Intelligenz nutzt Siemens sein umfassendes Fachwissen, um KI - einschließlich generativer KI - auf reale Anwendungen zu übertragen und entwickelt KI-Lösungen für Kunden aller Branchen, die einen echten Mehrwert bieten. Siemens ist mehrheitlicher Eigentümer des börsennotierten Unternehmens Siemens Healthineers, einem weltweit führenden Anbieter von Medizintechnik, der Pionierarbeit im Gesundheitswesen leistet. Für jeden Menschen. Überall. Nachhaltig.
Im Geschäftsjahr 2025, das am 30. September 2025 endete, erzielte der Siemens-Konzern einen Umsatz von 78,9 Milliarden Euro und einen Gewinn nach Steuern von 10,4 Milliarden Euro. Zum 30.09.2025 beschäftigte das Unternehmen auf fortgeführter Basis weltweit rund 318.000 Menschen. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.siemens.com.
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Siemens Caring Hands e.V. ist ein unabhängiger gemeinnütziger Verein, der im Jahr 2001 auf Initiative von der Siemens AG ins Leben gerufen wurde. Der Verein ist insbesondere zur Unterstützung in besonderen Katastrophenfällen tätig und verfolgt unmittelbar mildtätige und gemeinnützige Zwecke. Dazu zählen unter anderem die Förderung der Hilfe für Katastrophenopfer, die Unterstützung des Feuer-, Katastrophen- und Zivilschutzes sowie die Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens. Anlass zur Gründung war der Wunsch des Managements und der Mitarbeiter von Siemens, den Opfern der Anschläge vom 11. September 2001 direkt und unbürokratisch zu helfen. Seitdem wurde Siemens Caring Hands e.V. bei zahlreichen weiteren Katastrophen erneut aktiv.
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Stiftung THW
Die Stiftung Technisches Hilfswerk (THW) – Technisch Helfen Weltweit wurde 2004 ins Leben gerufen. Sie unterstützt den Zivil- und Katastrophenschutz im Sinne der Arbeit des THW, die THW-Jugendarbeit sowie die technische Hilfe im Auftrag der Bundesregierung im Ausland. Die Stiftung kann dank der großzügigen Unterstützung durch Spendengelder den Zivil- und Katastrophenschutz im Sinne des Technischen Hilfswerkes und die Entwicklung des ehrenamtlichen Handelns nachhaltig fördern.
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Contact

Lars Kläschen

Siemens AG

+49 (1525) 4690423

Roland Kuschel

Technisches Hilfswerk