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125 Jahre Siemens-Niederlassung Bremen

Damals das höchste Gebäude Bremens: Von 1965 bis 1999 war das markante, im Volksmund noch heute als „Siemens-Hochhaus“ bezeichnete Gebäude Contrescarpe Nr. 72 Sitz der Niederlassung.

Von der Elektrifizierung zur Industriestadt

Die Geschichte von Siemens in Bremen beginnt bereits vor der offiziellen Gründung der Niederlassung. Schon Ende der 1870er Jahre lieferte Siemens & Halske elektrische Beleuchtungsanlagen für Schiffe auf der Weser und unterstützte die Elektrifizierung der norddeutschen Hafenwirtschaft. Es folgten Projekte für den Norddeutschen Lloyd, Hafenanlagen in Bremen und Bremerhaven sowie die elektrische Beleuchtung des 1888 eröffneten Freihafens.
Ein Meilenstein war die Beteiligung am ersten städtischen Elektrizitätswerk Bremens. Siemens lieferte für das 1893 eröffnete Kraftwerk Dynamomaschinen und die elektrische Ausrüstung. Damit begann der Siegeszug der Elektrizität in der Hansestadt. Wenige Jahre später folgten weitere Beiträge zur Energieversorgung, unter anderem für das Kraftwerk Bremen-Hastedt.
1901 schließlich war das Auftragsvolumen so stark angestiegen, dass die damalige Hanseatische Elektrizitäts-Gesellschaft Siemens & Halske mbH ihr erstes Technisches Büro in Bremen gründete, den Vorläufer der heutigen Niederlassung. Damit war Siemens dauerhaft vor Ort vertreten und begleitete fortan die Modernisierung von Wirtschaft, Verwaltung und öffentlicher Infrastruktur.

Fortschritt für Kommunikation, Sicherheit und Mobilität

Früh prägte Siemens die technische Entwicklung Bremens in den Bereichen Kommunikation und Sicherheit. Bereits 1904 errichtete Siemens neue Fernsprechvermittlungsämter für die Stadt. In den folgenden Jahrzehnten kamen Telefontechnik, Selbstwählanlagen und moderne Kommunikationssysteme für Unternehmen, Behörden und öffentliche Einrichtungen hinzu.
Vor allem auch im vorbeugenden Brandschutz gehört Siemens seit mehr als einem Jahrhundert zu den prägenden Technologiepartnern der Region. Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts installierte das Unternehmen elektrische Feuermeldeanlagen in öffentlichen Einrichtungen und Industriebetrieben. Mit dem Wachstum von Hafenwirtschaft, Industrie und städtischer Infrastruktur stiegen die Anforderungen an die Sicherheit stetig. Siemens-Technologie kam daher in den folgenden Jahrzehnten in Krankenhäusern, Verwaltungsgebäuden, Museen, Gewerbebetrieben und Verkehrsanlagen zum Einsatz.
Aus den ersten elektromechanischen Meldesystemen entwickelten sich zunehmend intelligente Sicherheitslösungen, die heute Brandfrüherkennung, Gebäudeautomation und digitale Leitstellen miteinander vernetzen. Aktuell schützt Siemens mit modernen Brandmelde- und Gefahrenmanagementsystemen zahlreiche kritische Infrastrukturen in Bremen und dem Nordwesten und trägt damit weiterhin zur Sicherheit von Menschen, Gebäuden und Produktionsanlagen bei.
Darüber hinaus war Siemens über viele Jahrzehnte an der Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur beteiligt. Bereits in den 1930er Jahren kamen in Bremen Siemens-Verkehrssignalanlagen zum Einsatz. Mit dem zunehmenden Verkehrsaufkommen entwickelte sich die Hansestadt zu einem Vorreiter und wichtigen Anwendungsstandort für moderne Verkehrssteuerungssysteme.
Einen Meilenstein stellte die Einführung zentraler Verkehrsrechner und der Aufbau moderner Verkehrsmanagementstrukturen dar. Siemens lieferte hierfür Technik zur Erfassung, Analyse und Steuerung von Verkehrsströmen und unterstützte die Vernetzung von Lichtsignalanlagen im gesamten Stadtgebiet. Aus diesen frühen Lösungen entwickelten sich die heutigen intelligenten Verkehrsmanagementsysteme, die Verkehrsdaten in Echtzeit auswerten und damit zur Verbesserung von Verkehrsfluss, Sicherheit und Nachhaltigkeit beitragen. Die Digitalisierung urbaner Mobilität bleibt bis heute ein wichtiges Betätigungsfeld der Niederlassung Bremen, auch wenn das ehemalige Geschäftsfeld Straßenverkehrstechnik heute als Yunex Traffic GmbH firmiert und seit 2022 Teil des italienischen Unternehmens Mundys ist.

Kurios, aber nachvollziehbar, die Elektrifizierung Bremens begann auf dem Wasser: Bereits 1878 erhielten Handelsschiffe auf der Weser elektrische Beleuchtung von Siemens. Mit dem ersten Elektrizitätswerk – hier kurz nach der Inbetriebnahme im Jahr 1895 abgelichtet – folgten Häfen, Industrie und schließlich die ganze Stadt. 

Eine wichtige Säule des frühen Geschäftes von Siemens & Halske war neben der Elektrifizierung der Aufbau eines Telefonnetzes. In dieser historischen Aufnahme um das Jahr 1905 ist das Bremer Fernsprechamt mit Ortsvermittlung (links) und Fernvermittlung (rechts) abgebildet. 

Über 50 Jahre, von 1911 bis zum Umzug in den Neubau des markanten Hochhauses an der Contrescarpe, war das mehrfach umgestaltete Gebäude An der Weide 14-16 Sitz der Siemens-Repräsentanz in Bremen. 

Von Beginn an waren elektrische und elektronische Ausrüstungen für Kräne, Hebezeuge und Schiffe Spezialgebiete der Bremer Siemensianer – und sind es bis heute. Das in der Bremer Siemens-Niederlassung angesiedelte Competence Center Cranes projektiert und betreut Kran- und Containerbrückenlösungen weltweit. Antriebs- und Automatisierungslösungen für Seeschiffe sind seit der Verselbständigung der Schwestergesellschaft Siemens Energy AG mittlerweile dort angesiedelt.

Verantwortung in schwierigen Zeiten

Der Zweite Weltkrieg hinterließ auch in Bremen tiefe Spuren. Das Siemens-Gebäude an der Weide wurde 1944 bei Luftangriffen zerstört. Dennoch wurden die Aktivitäten nach Kriegsende rasch wieder aufgenommen. Siemens unterstützte den Wiederaufbau der Fernmeldetechnik, der Energieversorgung sowie zahlreicher öffentlicher und industrieller Einrichtungen.
Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung der Nachkriegszeit wuchs auch die Bremer Organisation. 1958 wurde Bremen von der Hamburger Zweigniederlassung unabhängig und erhielt den Status einer eigenen Zweigniederlassung. Damit begann eine neue Phase des Wachstums.
Ein bedeutendes eigenes Kapitel der Siemens-Geschichte in Bremen schrieb auch das ehemalige „Bremer Werk“ in der Neustadt. Nach der Übernahme von Produktionsstätten der ehemaligen Lloyd Motoren Werke nahm Siemens dort im Jahr 1961 einen Produktionsbetrieb auf, dessen Belegschaft innerhalb kurzer Zeit auf rund 1.000 Beschäftigte anwuchs. Über Jahrzehnte fertigte Siemens dort unter anderem Kleintransformatoren, Drosseln, Ventilatoren sowie Spezialwerkzeuge und Sondermaschinen für Kunden in aller Welt. Das Werk entwickelte sich zu einem wichtigen Industriestandort und war zeitweise einer der europaweit größten Hersteller von Kleintransformatoren, darunter auch für die Spielzeug- und Modellbahnindustrie. Zeitweise wurden in den 1970er Jahren auch schon erste Industrieroboter gefertigt.

Technologiepartner von Industrie, Hafen und Schiffbau

Kaum eine Branche hat die Region stärker geprägt als die maritime Wirtschaft. Entsprechend eng war die Verbindung zwischen Siemens und den Häfen, Werften und Reedereien des Nordwestens. Von den legendären Passagierschiffen Bremen und Europa in den 1930er Jahren, über Großtanker, Fähren, Containerschiffe und Kreuzfahrtschiffe bis hin zu modernen Hafenanlagen und Containerterminals lieferte Siemens über Jahrzehnte elektrische Ausrüstung, Automatisierungs- und Sicherheitstechnik.
Eine besondere Bedeutung für die bremischen Häfen hatte zudem die Zusammenarbeit im Bereich Kräne und Hebezeuge. Bereits in den ersten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts lieferte Siemens elektrische Antriebs- und Steuerungstechnik für Werftkräne, Hafenkräne und industrielle Hebeanlagen. Mit dem Wachstum der Hafenwirtschaft stiegen auch die Anforderungen an Leistung, Präzision und Verfügbarkeit dieser Anlagen.
Insbesondere mit der Einführung der Containerlogistik wurden moderne Kransteuerungen zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor für die Häfen in Bremen und Bremerhaven. Siemens-Technologie unterstützte den Betrieb von Containerbrücken und Umschlagsanlagen und trug dazu bei, die Produktivität der Hafenlogistik kontinuierlich zu steigern. Heute setzt sich diese Entwicklung mit digitalen Antriebssystemen, energieeffizienten Lösungen und datenbasierten Services fort, die Wartung und Betrieb von Hafenanlagen optimieren und einen Beitrag zur nachhaltigen Transformation der Logistik leisten.
Gleichzeitig entwickelte sich die Niederlassung zu einem wichtigen Partner für die Industrie. Unternehmen wie die Klöckner-Hütte, heute ArcelorMittal Bremen, Airbus, Beck & Co., BLG Logistics oder Eurogate setzen seit vielen Jahren auf Technologien und Dienstleistungen von Siemens.
Zu den bedeutendsten Industriepartnerschaften in der Region zählt darüber hinaus die langjährige Zusammenarbeit mit dem Mercedes-Benz Werk Bremen. Seit Jahrzehnten begleitet Siemens die Entwicklung des größten privaten Arbeitgebers der Hansestadt mit Technologien für Energieversorgung, Automatisierung, Gebäudetechnik und industrielle Digitalisierung.
Mit dem Wandel der Automobilproduktion stiegen die Anforderungen an Flexibilität, Qualität und Energieeffizienz kontinuierlich. Siemens-Lösungen unterstützten dabei die Modernisierung von Produktionslinien, die Vernetzung von Fertigungsprozessen sowie die Optimierung von Energie- und Gebäudemanagementsystemen. Heute stehen insbesondere die digitale Transformation der Produktion, industrielle KI-Anwendungen und nachhaltige Fertigungskonzepte im Mittelpunkt. Damit setzt sich eine Partnerschaft fort, die die industrielle Entwicklung Bremens über Jahrzehnte mitgeprägt hat. 

Bis Anfang der 2000er Jahre waren EDV-, IT- und Großrechenanlagen für Banken, Versicherungen, die Industrie oder Behörden ein wichtiges Geschäftsfeld der Siemens AG. Auf diesem Bild aus dem Jahr 1979 ist eine Siemens Datenverarbeitungsanlage Typ 4004 im Bremer Siemens-Werk zu sehen. 

Die Datenbank Bremische Häfen (dbh) entwickelt Ende der 1970er-Jahre zusammen mit Siemens das nach eigenen Angaben weltweit erste Informations- und Dokumentationssystem für die Hafenwirtschaft namens COMPASS. 

Damals noch viel Handarbeit im Siemens-Werk in der Bremer Neustadt: Von Kleintransformatoren und Lüftern für Kunden in aller Welt bis zu den ersten Industrierobotern der 1970er Jahre entwickelte sich der Standort seit 1961 zu einem bedeutenden Produktionszentrum mit zeitweise rund 1.000 Beschäftigten. 

Ampelanlagen, Verkehrsrechner und eine der ersten und größten Verkehrsmanagementzentralen Deutschlands: Technik von Siemens sorgte seit Jahrzehnten mit dafür, dass der Verkehr in Bremen sicherer, effizienter und nachhaltiger geregelt wird. Seit 2022 ist das Geschäftsfeld jedoch kein Teil der Siemens AG mehr, sondern firmiert als Yunex Traffic unter dem Dach des italienischen Infrastrukturkonzerns Mundys.

Ein Kapitel für sich – Der Ausbau der Erneuerbaren Energie

Auch der Aufbau einer Windenergiesparte bei Siemens – heute unter der Marke Siemens Gamesa Teil der eigenständig börsengelisteten Schwestergesellschaft Siemens Energy AG – ist eng mit Bremen verbunden. Mit der Übernahme des Bremer Unternehmens AN Windenergie im Jahr 2005 baute Siemens sein Windkraftgeschäft in Deutschland gezielt aus und machte Bremen zu einem zentralen Standort der Sparte Siemens Wind Power. Von hier aus wurden in den folgenden Jahren Service- und Vertriebsaktivitäten für zahlreiche Windenergieprojekte gesteuert. 2009 entstand in Bremen zudem die europäische Servicezentrale für Windenergie inklusive eines internationalen Trainingszentrums für Servicetechniker. Damit entwickelte sich die Hansestadt zu einem wichtigen Knotenpunkt des weltweiten Windenergiegeschäfts von Siemens und trug wesentlich zum Ausbau der Offshore-Windenergie in Nord- und Ostsee bei. 

Digitalisierung, Energiewende und nachhaltige Infrastruktur

Seit den 1980er Jahren rückten Digitalisierung und Automatisierung zunehmend in den Mittelpunkt. Wie bereits mehrfach erwähnt, unterstützte Siemens Unternehmen, Häfen, Verwaltungen und öffentliche Einrichtungen von Beginn an bei der Einführung moderner IT- und Kommunikationssysteme. Bremen war unter anderem Standort wegweisender Projekte in der Hafenlogistik, Verkehrssteuerung und industriellen Prozessautomatisierung.
In den vergangenen zwei Jahrzehnten rückten zudem Zukunftsthemen wie Energieeffizienz, Digitalisierung und Dekarbonisierung in den Fokus. Siemens begleitete Offshore-Windprojekte in der Nordsee, realisierte Energieeffizienzprogramme für Krankenhäuser und Industriebetriebe und unterstützte den Ausbau intelligenter Stromnetze.
Aktuell begleitet Siemens unter anderem die Transformation des Hafens Bremerhaven hin zu mehr Klimaneutralität. Mithilfe digitaler Zwillinge und datenbasierter Analysen entstehen Konzepte für einen nachhaltigeren Hafenbetrieb. Auch moderne Gebäudetechnik, intelligente Verkehrssteuerung, fluorgasfreie Energietechnik, Landstromlösungen sowie die Digitalisierung von Industrieanlagen gehören heute zu den Schwerpunkten der Niederlassung.

Regional verankert und gesellschaftlich engagiert

Neben technologischer Kompetenz steht Siemens in Bremen seit vielen Jahren auch für gesellschaftliches Engagement. Die Niederlassung investiert kontinuierlich in die Ausbildung junger Menschen und engagiert sich in der Nachwuchsförderung sowie in Kooperationen mit Schulen, Hochschulen und regionalen Bildungspartnern. Aktuell sind 44 junge Menschen bei Siemens in Bremen in einer Ausbildung oder absolvieren ein duales Studium.
Die enge Verbundenheit von Siemens mit dem Wirtschaftsstandort Bremen zeigt sich seit vielen Jahren auch in der Präsenz von Spitzenvertretern des Unternehmens bei den großen hanseatischen Traditionsveranstaltungen. So waren Vorstandsvorsitzende der Siemens AG und weitere Führungspersönlichkeiten des Konzerns wiederholt Gäste bei renommierten Bremer Formaten wie der Schaffermahlzeit, dem Roland-Essen oder der Eiswette. Diese traditionsreichen Veranstaltungen gelten bis heute als bedeutende Treffpunkte von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft und stehen für den Austausch über die Zukunft von Industrie, Innovation und internationaler Wettbewerbsfähigkeit. Die regelmäßige Beteiligung von Siemens-Repräsentanten unterstreicht die langjährige Verbundenheit des Technologieunternehmens mit Bremen und Norddeutschland.
Mit einer Reihe hochkarätig besetzter Wirtschaftsforen hat Siemens in Bremen in den vergangenen Jahren auch als Gastgeber immer wieder Impulse für den Austausch zwischen Industrie, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft gesetzt. Im Mittelpunkt standen dabei Zukunftsthemen wie industrielle Transformation, Energiewende, Fachkräftesicherung und nachhaltige Infrastruktur. Die Veranstaltungen boten eine Plattform für den Dialog über die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts Deutschland und unterstrichen zugleich die langjährige Verbundenheit von Siemens mit Bremen als bedeutendem Wirtschafts- und Technologiestandort. Prominente Redner waren unter anderem Alt-Bundespräsident Richard v. Weizsäcker, der ehemalige Bundesumweltminister Klaus Töpfer und der bekannte Wirtschaftswissenschaftler Hans-Werner Sinn.
Darüber hinaus unterstützen Mitarbeitende regelmäßig soziale und ökologische Projekte in der Region, etwa in den Bereichen Bildung, Integration, Umwelt- und Naturschutz. Dieses Engagement unterstreicht die enge Verbundenheit der Niederlassung mit Bremen und dem Nordwesten.

Bremen spielte ab 2005 eine Schlüsselrolle beim Aufbau des Siemens-Windenergiegeschäfts. 2009 wurde ein eigens dafür neu errichtetes Trainings-Center in der Bremer Überseestadt in Betrieb genommen. 

Energiewende im Krankenhaus: Im Rahmen eines sogenannten Energieeinspar-Contractings macht ausgeklügelte Gebäudetechnik von Siemens den Betrieb des Klinikums Bremerhaven-Reinkenheide deutlich effizienter, klimafreundlicher und wirtschaftlicher. 

Eine neue Generation für Bremens ÖPNV: Siemens Mobility hat ab 2020 mit dem Modell AVENIO die Straßenbahnflotte der BSAG erneuert und somit die Grundlage für mehr Komfort, Kapazität und Energieeffizienz im Nahverkehr geschaffen. 

Seit Beginn des Jahres 2024 ist das ehemalige Tabakquartier in der Senator-Apelt-Straße der neue Sitz der Siemens-Niederlassung Bremen. 

125 Jahre – und der Blick nach vorn

Kontinuierlich begleitet die Siemens-Niederlassung Kunden in Bremen, Bremerhaven und dem nordwestdeutschen Raum bei ihrer digitalen und nachhaltigen Transformation. Moderne Technologien für Industrie, Infrastruktur, Energie, Gebäude und Mobilität bilden die Grundlage für die nächsten Kapitel einer langen Erfolgsgeschichte. Derzeit arbeiten rund 400 Menschen für die Siemens AG in der Freien Hansestadt, 44 davon in Ausbildung.
Rainer Lekzig, Repräsentant der Siemens-Niederlassung Bremen, sagt: „125 Jahre Siemens in Bremen stehen für eine enge Verbindung zur Region und ihren Menschen. Unsere Technologie hat zahlreiche Entwicklungen in Industrie, Hafenwirtschaft, Infrastruktur und Energieversorgung begleitet. Gleichzeitig richten wir den Blick nach vorn: Gemeinsam mit unseren Kunden wollen wir die digitale Transformation und die nachhaltige Entwicklung der Region aktiv mitgestalten.“
Stephan Hildebrandt, Betriebsleiter der Siemens-Niederlassung Bremen, ergänzt: „Unsere Geschichte zeigt, wie wichtig Innovationskraft, Kundennähe und ein starkes Team sind. Darauf bauen wir auch für die Zukunft auf. Die Herausforderungen von Digitalisierung, Energiewende und Klimaschutz bieten enorme Chancen, die wir gemeinsam mit unseren Kunden nutzen wollen.“
Die vergangenen 125 Jahre zeigen: Siemens war stets Teil der wirtschaftlichen und technologischen Entwicklung Bremens und des Nordwestens. Von den ersten elektrischen Anlagen über Feuermeldesysteme, Hafenkräne, Verkehrsrechner und moderne Automobilproduktion bis hin zu digitalen Zwillingen, künstlicher Intelligenz und klimafreier Infrastruktur spannt sich eine Entwicklungslinie, die bis heute anhält. Diese Verbindung von Tradition und Innovationskraft prägt die Niederlassung Bremen seit 1901 und wird auch künftig ihr Handeln bestimmen.

Zeitleiste – 125 Jahre Siemens in Bremen

  • 1878 – Erste dokumentierte Siemens-Aufträge für elektrische Beleuchtungsanlagen auf Schiffen Bremer Reeder
  • 1893 – Siemens liefert Technik für das erste städtische Elektrizitätswerk
  • 1901 – Gründung des Technischen Büros (TB) Bremen
  • 1904 – Aufbau von Orts- und Fernsprechvermittlungsämtern
  • 1911 – Erwerb eines eigenen Gebäudes An der Weide 14-16
  • 1933 – Siemens-Technik steuert zahlreiche Verkehrsampeln in Bremen
  • 1944 – Zerstörung des Bürogebäudes An der Weide durch Bombenangriffe
  • ab 1945 – Beteiligung am Wiederaufbau von Energie- und Kommunikationsinfrastruktur
  • 1958 – Das TB wird zur eigenständigen Siemens-Zweigniederlassung
  • 1961 – Gründung des „Bremer Werks“
  • 1965 – Einweihung des Siemens-Hochhauses an der Contrescarpe
  • 1971 – Elektrische Ausrüstung für Containerbrücken in Bremerhaven
  • 1978 – Modernisierung der Flutlichtanlage des Weserstadions
  • 1981 – Gründung der Hanseatischen Zweigniederlassung
  • 1991 – Digitalisierung des behördlichen Fernmeldenetzes der Stadt Bremen
  • 1999 – Umzug in den Technologiepark an der Universitätsallee
  • 2005 – Siemens baut seine Windenergie-Aktivitäten in Bremen aus
  • ab 2014 – Beteiligung an wichtigen Offshore-Windprojekten in der Nordsee
  • 2020 – Großauftrag der BSAG: Die Straßenbahnflotte wird mit Avenios von Siemens Mobility erneuert
  • 2023 – Umzug der Niederlassung ins Tabakquartier
  • 2023/24 – Digitaler Zwilling für die klimaneutrale Transformation des Hafens Bremerhaven
  • 2026 – 125 Jahre Siemens-Niederlassung Bremen
Bildquellen: Siemens Historical Institute, Siemens AG

Für diese Pressemitteilung

Die Siemens AG (Berlin und München) ist ein führendes Technologieunternehmen mit Fokus auf die Felder Industrie, Infrastruktur, Mobilität und Gesundheitswesen. Anspruch des Unternehmens ist es, Technologie zu entwickeln, die den Alltag verbessert, für alle. Indem es die reale mit der digitalen Welt verbindet, ermöglicht es den Kunden, ihre digitale und nachhaltige Transformation zu beschleunigen. Dadurch werden Fabriken effizienter, Städte lebenswerter und der Verkehr nachhaltiger. Als führendes Unternehmen im Bereich industrieller Künstlicher Intelligenz nutzt Siemens sein umfassendes Fachwissen, um KI - einschließlich generativer KI - auf reale Anwendungen zu übertragen und entwickelt KI-Lösungen für Kunden aller Branchen, die einen echten Mehrwert bieten. Siemens ist mehrheitlicher Eigentümer des börsennotierten Unternehmens Siemens Healthineers, einem weltweit führenden Anbieter von Medizintechnik, der Pionierarbeit im Gesundheitswesen leistet. Für jeden Menschen. Überall. Nachhaltig. Im Geschäftsjahr 2025, das am 30. September 2025 endete, erzielte der Siemens-Konzern einen Umsatz von 78,9 Milliarden Euro und einen Gewinn nach Steuern von 10,4 Milliarden Euro. Zum 30.09.2025 beschäftigte das Unternehmen auf fortgeführter Basis weltweit rund 318.000 Menschen. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.siemens.com.
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