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Umstellung vier Jahre vor Dekarbonisierungsziel des Siemens-Konzerns abgeschlossen
Maßnahme reduziert standortbezogene Emissionen und ist auch für Kunden mit Blick auf Lieferkettenemissionen relevant
Das Siemens-Werk für
Niederspannungsschaltanlagen in Leipzig hat die Wärmeversorgung seiner eigenen
Gebäude vollständig elektrifiziert. Eine zweistufige Anlage aus Luft-Wasser-
und Wasser-Wasser-Wärmepumpen ersetzt die bisherige Interims-Heizung auf Basis
fossiler Energieträger. Damit entstehen aus der lokalen Wärmeerzeugung in den
eigenen Gebäuden keine CO₂-Emissionen
(Scope 1) mehr. Durch den ausschließlichen Bezug von Strom aus erneuerbaren
Energiequellen für den Betrieb der Anlagen ist auch der Stromverbrauch (Scope
2) CO2-frei. Das Leipziger Werk ist der erste Siemens-Werkstandort
in Deutschland, der die Heizungsanlage seiner eigenen Gebäude vollständig ohne
den Einsatz von Biogas dekarbonisiert hat.
Umstellung vier Jahre vor Dekarbonisierungsziel des Siemens-Konzerns abgeschlossen
Maßnahme reduziert standortbezogene Emissionen und ist auch für Kunden mit Blick auf Lieferkettenemissionen relevant
Das Siemens-Werk für
Niederspannungsschaltanlagen in Leipzig hat die Wärmeversorgung seiner eigenen
Gebäude vollständig elektrifiziert. Eine zweistufige Anlage aus Luft-Wasser-
und Wasser-Wasser-Wärmepumpen ersetzt die bisherige Interims-Heizung auf Basis
fossiler Energieträger. Damit entstehen aus der lokalen Wärmeerzeugung in den
eigenen Gebäuden keine CO₂-Emissionen
(Scope 1) mehr. Durch den ausschließlichen Bezug von Strom aus erneuerbaren
Energiequellen für den Betrieb der Anlagen ist auch der Stromverbrauch (Scope
2) CO2-frei. Das Leipziger Werk ist der erste Siemens-Werkstandort
in Deutschland, der die Heizungsanlage seiner eigenen Gebäude vollständig ohne
den Einsatz von Biogas dekarbonisiert hat.
Vier Regler auf „ON“ – gemeinsam nehmen Standortleiter Vedad Karic, Eva Riesenhuber, Executive Vice President & Global Head of Sustainability bei Siemens, Stephan May, President of Electrification & Automation bei Siemens, und Steffen Rümmler, Leiter des Deutschlandgeschäfts bei Siemens Real Estate (v.l.), die neue Wärmeversorgung im Schaltanlagenbau Leipzig offiziell in Betrieb.
Kern der neuen Wärmeversorgung ist
ein zweistufiges Wärmepumpensystem. Es besteht aus vier Luft-Wasser-Wärmepumpen
und zwei nachgeschalteten Wasser-Wasser-Wärmepumpen. Die Anlage arbeitet ohne
zusätzliche Energieträger.
Das Projekt leistet damit einen
direkten Beitrag zu den Nachhaltigkeitszielen von Siemens, nach denen das
Unternehmen unter anderem die CO₂-Emissionen aus dem eigenen Betrieb (Scope 1
und 2) bis 2030 um 90 Prozent reduzieren will. Ein wesentlicher Baustein ist
die Dekarbonisierung des globalen Immobilienportfolios durch „Decarb@SRE“.
Siemens hatte das Programm 2021 gestartet, um eigene Gebäude an
Siemens-Standorten bis 2030 zu dekarbonisieren. In Leipzig wurde die Umstellung
der Wärmeversorgung vorgezogen und bereits knapp vier Jahre vor dem Zieljahr 2030
abgeschlossen.
Die Maßnahme kann auch für Kunden
relevant sein, die ihre Lieferkettenemissionen transparenter erfassen und
verringern wollen. Da Emissionen aus der Herstellung zugekaufter Produkte
Bestandteil der Scope-3-Betrachtung von Kunden sein können, kann die
Reduzierung standortbezogener Emissionen in Leipzig einen Beitrag zu einer
emissionsärmeren Wertschöpfungskette bei Kunden leisten.
Parallel zur neuen Wärmeerzeugung
wurde die Lüftungsanlage einer Produktionshalle ausgetauscht und das Kanalnetz
überarbeitet. Damit sollen perspektivisch niedrigere Vorlauftemperaturen sowie
ein effizienterer Luftwechsel im Gebäude ermöglicht werden. Weitere Maßnahmen
sind in Arbeit. Dazu zählen der Austausch der Belüftungsanlage in der Kantine,
die Rückgewinnung von Wärme aus Abluft sowie der hydraulische Abgleich des
Heizungsnetzes. Ziel ist es, die Vorlauftemperatur weiter abzusenken und die
Wärmepumpen effizienter zu betreiben.
In den vergangenen drei Jahren hat
der Standort Leipzig rund 6 Mio. Euro in Dekarbonisierung, Elektrifizierung und
Energieeffizienz investiert. Eine Photovoltaikanlage kann rund 20 Prozent des
Energiebedarfs am Standort decken; die Installation weiterer Anlagen ist
geplant. Zudem wurde die Werkslogistik elektrifiziert: Der innerbetriebliche
Transport am Standort Siemens Böhlitz-Ehrenberg erfolgt mit E-Lkw, die auch für
Kurzstreckenauslieferungen bis 100 Kilometer genutzt werden. Auf dem
Werksgelände entstand außerdem Ladeinfrastruktur für Pkw und Lkw. Darüber
hinaus arbeitet der Standort im Rahmen seiner Einkaufsstrategie daran,
Emissionen in der Lieferkette zu reduzieren.
Die Dekarbonisierung des Leipziger
Werks leistet zugleich einen Beitrag zur langfristigen Wettbewerbsfähigkeit des
Standorts. Investitionen in elektrifizierte Wärmeversorgung, Energieeffizienz, erneuerbare
Energien und Lieferketten, in denen Emissionen aktiv reduziert werden, stärken
die Resilienz und Zukunftsfähigkeit der Produktion. Damit positioniert sich das
Leipziger Werk als zukunftsfähiger Fertigungsstandort für Schaltanlagen.
Das Leipziger Siemens-Werk
beschäftigt derzeit rund 700 Mitarbeitende. Der Standort produziert
Niederspannungsschaltanlagen für den weltweiten Einsatz, unter anderem in
Rechenzentren und intelligenten Energieversorgungsnetzen. Neben der
Dekarbonisierung investiert der Standort in Maßnahmen zur Effizienzsteigerung,
Automatisierung und Digitalisierung.
Die Siemens AG (Berlin und München) ist ein führendes Technologieunternehmen mit Fokus auf die Felder Industrie, Infrastruktur, Mobilität und Gesundheitswesen. Anspruch des Unternehmens ist es, Technologie zu entwickeln, die den Alltag verbessert, für alle. Indem es die reale mit der digitalen Welt verbindet, ermöglicht es den Kunden, ihre digitale und nachhaltige Transformation zu beschleunigen. Dadurch werden Fabriken effizienter, Städte lebenswerter und der Verkehr nachhaltiger. Als führendes Unternehmen im Bereich industrieller Künstlicher Intelligenz nutzt Siemens sein umfassendes Fachwissen, um KI - einschließlich generativer KI - auf reale Anwendungen zu übertragen und entwickelt KI-Lösungen für Kunden aller Branchen, die einen echten Mehrwert bieten. Siemens ist mehrheitlicher Eigentümer des börsennotierten Unternehmens Siemens Healthineers, einem weltweit führenden Anbieter von Medizintechnik, der Pionierarbeit im Gesundheitswesen leistet. Für jeden Menschen. Überall. Nachhaltig. Im Geschäftsjahr 2025, das am 30. September 2025 endete, erzielte der Siemens-Konzern einen Umsatz von 78,9 Milliarden Euro und einen Gewinn nach Steuern von 10,4 Milliarden Euro. Zum 30.09.2025 beschäftigte das Unternehmen auf fortgeführter Basis weltweit rund 318.000 Menschen. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.siemens.com.