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Siemens-Werk Leipzig: Wärmeversorgung eigener Gebäude jetzt CO₂-frei

Vier Regler auf „ON“ – gemeinsam nehmen Standortleiter Vedad Karic, Eva Riesenhuber, Executive Vice President & Global Head of Sustainability bei Siemens, Stephan May, President of Electrification & Automation bei Siemens, und Steffen Rümmler, Leiter des Deutschlandgeschäfts bei Siemens Real Estate (v.l.), die neue Wärmeversorgung im Schaltanlagenbau Leipzig offiziell in Betrieb.

Kern der neuen Wärmeversorgung ist ein zweistufiges Wärmepumpensystem. Es besteht aus vier Luft-Wasser-Wärmepumpen und zwei nachgeschalteten Wasser-Wasser-Wärmepumpen. Die Anlage arbeitet ohne zusätzliche Energieträger.
Das Projekt leistet damit einen direkten Beitrag zu den Nachhaltigkeitszielen von Siemens, nach denen das Unternehmen unter anderem die CO₂-Emissionen aus dem eigenen Betrieb (Scope 1 und 2) bis 2030 um 90 Prozent reduzieren will. Ein wesentlicher Baustein ist die Dekarbonisierung des globalen Immobilienportfolios durch „Decarb@SRE“. Siemens hatte das Programm 2021 gestartet, um eigene Gebäude an Siemens-Standorten bis 2030 zu dekarbonisieren. In Leipzig wurde die Umstellung der Wärmeversorgung vorgezogen und bereits knapp vier Jahre vor dem Zieljahr 2030 abgeschlossen.
Die Maßnahme kann auch für Kunden relevant sein, die ihre Lieferkettenemissionen transparenter erfassen und verringern wollen. Da Emissionen aus der Herstellung zugekaufter Produkte Bestandteil der Scope-3-Betrachtung von Kunden sein können, kann die Reduzierung standortbezogener Emissionen in Leipzig einen Beitrag zu einer emissionsärmeren Wertschöpfungskette bei Kunden leisten.
Parallel zur neuen Wärmeerzeugung wurde die Lüftungsanlage einer Produktionshalle ausgetauscht und das Kanalnetz überarbeitet. Damit sollen perspektivisch niedrigere Vorlauftemperaturen sowie ein effizienterer Luftwechsel im Gebäude ermöglicht werden. Weitere Maßnahmen sind in Arbeit. Dazu zählen der Austausch der Belüftungsanlage in der Kantine, die Rückgewinnung von Wärme aus Abluft sowie der hydraulische Abgleich des Heizungsnetzes. Ziel ist es, die Vorlauftemperatur weiter abzusenken und die Wärmepumpen effizienter zu betreiben.
In den vergangenen drei Jahren hat der Standort Leipzig rund 6 Mio. Euro in Dekarbonisierung, Elektrifizierung und Energieeffizienz investiert. Eine Photovoltaikanlage kann rund 20 Prozent des Energiebedarfs am Standort decken; die Installation weiterer Anlagen ist geplant. Zudem wurde die Werkslogistik elektrifiziert: Der innerbetriebliche Transport am Standort Siemens Böhlitz-Ehrenberg erfolgt mit E-Lkw, die auch für Kurzstreckenauslieferungen bis 100 Kilometer genutzt werden. Auf dem Werksgelände entstand außerdem Ladeinfrastruktur für Pkw und Lkw. Darüber hinaus arbeitet der Standort im Rahmen seiner Einkaufsstrategie daran, Emissionen in der Lieferkette zu reduzieren.
Die Dekarbonisierung des Leipziger Werks leistet zugleich einen Beitrag zur langfristigen Wettbewerbsfähigkeit des Standorts. Investitionen in elektrifizierte Wärmeversorgung, Energieeffizienz, erneuerbare Energien und Lieferketten, in denen Emissionen aktiv reduziert werden, stärken die Resilienz und Zukunftsfähigkeit der Produktion. Damit positioniert sich das Leipziger Werk als zukunftsfähiger Fertigungsstandort für Schaltanlagen.
Das Leipziger Siemens-Werk beschäftigt derzeit rund 700 Mitarbeitende. Der Standort produziert Niederspannungsschaltanlagen für den weltweiten Einsatz, unter anderem in Rechenzentren und intelligenten Energieversorgungsnetzen. Neben der Dekarbonisierung investiert der Standort in Maßnahmen zur Effizienzsteigerung, Automatisierung und Digitalisierung.

Für diese Pressemitteilung

Die Siemens AG (Berlin und München) ist ein führendes Technologieunternehmen mit Fokus auf die Felder Industrie, Infrastruktur, Mobilität und Gesundheitswesen. Anspruch des Unternehmens ist es, Technologie zu entwickeln, die den Alltag verbessert, für alle. Indem es die reale mit der digitalen Welt verbindet, ermöglicht es den Kunden, ihre digitale und nachhaltige Transformation zu beschleunigen. Dadurch werden Fabriken effizienter, Städte lebenswerter und der Verkehr nachhaltiger. Als führendes Unternehmen im Bereich industrieller Künstlicher Intelligenz nutzt Siemens sein umfassendes Fachwissen, um KI - einschließlich generativer KI - auf reale Anwendungen zu übertragen und entwickelt KI-Lösungen für Kunden aller Branchen, die einen echten Mehrwert bieten. Siemens ist mehrheitlicher Eigentümer des börsennotierten Unternehmens Siemens Healthineers, einem weltweit führenden Anbieter von Medizintechnik, der Pionierarbeit im Gesundheitswesen leistet. Für jeden Menschen. Überall. Nachhaltig. Im Geschäftsjahr 2025, das am 30. September 2025 endete, erzielte der Siemens-Konzern einen Umsatz von 78,9 Milliarden Euro und einen Gewinn nach Steuern von 10,4 Milliarden Euro. Zum 30.09.2025 beschäftigte das Unternehmen auf fortgeführter Basis weltweit rund 318.000 Menschen. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.siemens.com.
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Elke Fuchs

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