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Press Release26. August 2025Siemens AGFreiburg
125 Jahre Siemens in Freiburg
Erste elektrische Straßenbahn Freiburgs, gefertigt im Jahr 1900 von Siemens & Halske.
Was mit dem Bau des städtischen Elektrizitätswerks und der
elektrischen Straßenbahn begann, hat sich zu einer 125-jährigen
Erfolgsgeschichte entwickelt: Seit 1900 ist Siemens in Freiburg präsent und hat
die technologische und wirtschaftliche Entwicklung der gesamten Region
mitgeprägt. Von der frühen Elektrifizierung über komplexe Infrastrukturprojekte
bis hin zu digitalen Innovationen – Siemens und Freiburg verbindet eine lange
Geschichte gemeinsamer Entwicklung und Fortschritt.
Die Geschichte von Siemens in Freiburg beginnt im Jahr 1900,
als das Unternehmen den Auftrag erhielt, das städtische Elektrizitätswerk und
die elektrische Straßenbahn zu errichten. Mit der Eröffnung eines Baubüros in
der Freiburger Gauchstraße begann eine Erfolgsgeschichte, die sich über 125
Jahre erstreckt und die Entwicklung der Region maßgeblich beeinflusst hat.
Von der Elektrifizierung zur Digitalisierung
Die ersten Jahrzehnte des Siemens-Engagements in Freiburg
waren geprägt von der Elektrifizierung der Region. Nach der Gründung des
Baubüros wurde 1902 das bestehende Installationsbüro in ein Technisches Büro
umgewandelt, das seinen Sitz in der Colombistraße hatte. Dieses fungierte
zunächst als Unterbüro des Technischen Büros von Siemens & Halske in
Karlsruhe.
Bereits 1904 erfolgte nach der Gründung der
Siemens-Schuckertwerke die Etablierung der Rheinischen Schuckertwerke GmbH in
Mannheim für den südwestdeutschen Raum, die auch den Vertrieb der Siemens &
Halske Erzeugnisse übernahm. In den folgenden Jahren erweiterte Siemens
kontinuierlich seine Präsenz in der Region: 1913 wurde das Technische Büro
Freiburg in das Gebäude Dreisamstraße 17 verlegt, 1921 zog es in die
Kaiser-Joseph-Straße 274 um.
Zu den frühen Großprojekten zählten 1910 die Lieferung von
Einphasen-Bahngeneratoren für die Wiesentalbahn, 1913 die Errichtung der
Haupttransformatorenstation in Freiburg-Haslach für die neu gegründete Badische
Kraftlieferungs-Gesellschaft mbH sowie 1926 die Stauwehranlage Kembs – das
erste Wasserkraftwerk am Oberrhein.
Partner der Industrie und öffentlichen Einrichtungen
In den 1920er und 1930er Jahren rüstete Siemens zahlreiche
Industriebetriebe und öffentliche Einrichtungen in der Region aus. So wurde
1928/29 die Deutsche Rhodiaceta AG in Freiburg mit Technik der
Siemens-Schuckertwerke ausgestattet. 1929 installierte Siemens & Halske die
Beschallungsanlagen für den in Freiburg stattfindenden Katholikentag. In den
1930er Jahren erhielten die Freiburger Universitätskliniken von den
Siemens-Schuckertwerken einen Dampf-Turbosatz für ein Heizkraftwerk, und 1937
lieferte Siemens & Halske eine Lichtsignalanlage für die Kliniken.
Ein Meilenstein war 1933 die Inbetriebnahme des
Schluchseewerks, für das die Siemens-Schuckertwerke zwei Generatoren zu je 35
Megavoltampere sowie die Maschinentransformatoren lieferten. 1936 wurde der
südbadische Raum vom Technischen Büro Karlsruhe abgetrennt und als
Arbeitsgebiet dem neu gegründeten Siemens & Halske-Technischen Büro
Freiburg zugewiesen. Die Stadtverwaltung Freiburg erteilte einen Großauftrag
für eine erweiterbare Fernsprechanlage und die Elektrifizierung der Höllental-
und Dreiseenbahn im Schwarzwald.
Wissenschaftliche Kooperationen und Innovationen
Besonders bemerkenswert ist die langjährige Zusammenarbeit von Siemens mit wissenschaftlichen Einrichtungen in Freiburg. 1941 lieferte Siemens & Halske das erste Übermikroskop an das Institut für makromolekulare Chemie der Universität Freiburg, das vom Nobelpreisträger Prof. Dr. Hermann Staudinger geleitet wurde.Ein Höhepunkt der Innovationstätigkeit war das Jahr 1969, als Siemens computergesteuerte Verkehrssignalanlagen in Freiburg einführte. Gleichzeitig wurde die weltweit erste vollelektronisch arbeitende Gaswechselmessanlage in Betrieb genommen. Diese Anlage, entwickelt in Zusammenarbeit mit dem Erlanger Forschungszentrum und dem Waldbau-Institut, ermöglichte es erstmals, natürliche Umweltbedingungen für Pflanzen in zwei voneinander gasdicht getrennten Messsystemen im Boden und in der Sprosszone zu simulieren. Dadurch konnte die Forschung die Wuchsleistung von Forstpflanzen kontrollieren und resistente Baumarten entwickeln.
Zudem entwickelte Siemens in Zusammenarbeit mit dem
Freiburger Fraunhofer-Institut eine bis dahin einzigartige Anlage zur
automatischen Ausmessung von fotografischen Spektralaufnahmen der
Sonnenoberfläche. 1972 übergab Siemens zwei Sequenz-Röntgenspektrometer an das
Tierhygienische Institut in Freiburg sowie an die Aerosol-Messstelle auf dem
Schauinsland, die der Analyse von Luftverunreinigungen dienten.
Kontinuierliche Weiterentwicklung und Modernisierung
Nach der Gründung der Siemens AG im Jahr 1966 wurden die
Technischen Büros in Freiburg zusammengelegt. 1991 wurde das Technische Büro
Freiburg in die Zweigniederlassung Freiburg umgewandelt. Im Laufe der Jahre
investierte Siemens kontinuierlich in die Modernisierung seiner Freiburger
Standorte: 1979 begannen Renovierungsarbeiten am Freiburger Siemenshaus, 1996
wurde das Siemens-Gebäude in der Habsburger Straße saniert, und 2005 wurde die
Niederlassung Freiburg umgebaut und modernisiert.
Siemens als Innovationstreiber in der Region
In den vergangenen Jahrzehnten hat Siemens zahlreiche innovative Projekte in der Region realisiert. Ab 1974 begann im Technischen Büro Freiburg die konzeptionelle Entwicklung des Programmpakets „SiDIAS" (Siemens Dialog-Informations- und Auskunftssystem), das den Austausch von Informationen zwischen Mensch und Computer erleichtern sollte. 1983 installierte Siemens das erste Medienzentrum seiner Art im Bundesgebiet in der Landespolizeischule Freiburg.
Ab 1995 lieferte Siemens Module für eine Photovoltaik-Anlage
im Freiburger Dreisamstadion, die jährlich 100.000 Kilowattstunden Strom ins
öffentliche Netz speiste – genug für rund 30 Vier-Personen-Haushalte. Im Jahr
2000 erhielt Freiburg als erste Stadt den von Siemens gebauten, 42 Meter langen
Straßenbahnzug des Typs Combino. 2006 wurden über 50 energiesparende
Ampelanlagen und deren Steuerung von Siemens in Freiburg installiert.
Innovative Lösungen für eine nachhaltige Zukunft
2023 unterstrich Siemens sein Engagement für nachhaltige
Industrielösungen mit der Ausstattung einer neuen
High-Containment-Produktionsstätte von Pfizer in Freiburg. Die innovative
Gebäudetechnik, bestehend aus Siemens Xcelerator Building Services und der
Gebäudemanagementplattform Desigo CC, ermöglicht 40 Prozent Energieeinsparung
bei der Umgebungssteuerung. Die intelligente Vernetzung von Gebäude- und
Produktionsdaten setzt dabei neue Maßstäbe für nachhaltige Pharmaproduktion.
Das Engagement für Nachhaltigkeit wurde 2024 besonders
gewürdigt, als die Freiburger Verkehrs AG (VAG) die Siemens-Niederlassung
Freiburg mit dem MobilSiegel für nachhaltige betriebliche Mobilität
auszeichnete. Die Auszeichnung würdigt die klimafreundlichen Mobilitätsangebote
für Mitarbeitende, darunter Fahrradinfrastruktur mit Lademöglichkeiten für
E-Bikes, Reparaturstation sowie Umkleide- und Duschmöglichkeiten.
Siemens heute: Partner für die Zukunft
„125 Jahre Siemens in Freiburg stehen für eine erfolgreiche Partnerschaft zwischen einem global agierenden Technologieunternehmen und einer innovationsfreudigen Region", sagt Frank Gerlach, Repräsentant der Siemens-Niederlassung Freiburg. „Von der ersten elektrischen Straßenbahn bis hin zu modernen Energieeffizienzlösungen – Siemens hat die Entwicklung Freiburgs und Südbadens maßgeblich mitgestaltet. Wir sind stolz auf diese lange gemeinsame Geschichte und freuen uns darauf, auch in Zukunft innovative Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit mit zu entwickeln."
Heute ist Siemens in Freiburg als verlässlicher Partner für
Infrastruktur, Industrie und öffentliche Einrichtungen fest in der Region
verankert. Das Unternehmen treibt Innovationen in Bereichen wie
Digitalisierung, intelligente Infrastruktur und Automatisierungstechnik voran
und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der
Region.
Bildquelle: Siemens Historical Institute
Für diese Pressemitteilung
Die
Siemens AG (Berlin und München) ist ein führendes Technologieunternehmen mit Fokus auf die Felder Industrie, Infrastruktur, Mobilität und Gesundheitswesen. Anspruch des Unternehmens ist es, Technologie zu entwickeln, die den Alltag verbessert, für alle. Indem es die reale mit der digitalen Welt verbindet, ermöglicht es den Kunden, ihre digitale und nachhaltige Transformation zu beschleunigen. Dadurch werden Fabriken effizienter, Städte lebenswerter und der Verkehr nachhaltiger. Als führendes Unternehmen im Bereich industrieller Künstlicher Intelligenz nutzt Siemens sein umfassendes Fachwissen, um KI - einschließlich generativer KI - auf reale Anwendungen zu übertragen und entwickelt KI-Lösungen für Kunden aller Branchen, die einen echten Mehrwert bieten. Siemens ist mehrheitlicher Eigentümer des börsennotierten Unternehmens Siemens Healthineers, einem weltweit führenden Anbieter von Medizintechnik, der Pionierarbeit im Gesundheitswesen leistet. Für jeden Menschen. Überall. Nachhaltig. Im Geschäftsjahr 2024, das am 30. September 2024 endete, erzielte der Siemens-Konzern einen Umsatz von 75,9 Milliarden Euro und einen Gewinn nach Steuern von 9,0 Milliarden Euro. Zum 30.09.2024 beschäftigte das Unternehmen auf fortgeführter Basis weltweit rund 312.000 Menschen. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter
www.siemens.com.