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Pressemitteilung15. September 2026Siemens AGMünchen
Siemens und Salesforce vertiefen KI-Partnerschaft, um Vertrieb und Service in der Industrie neu zu definieren
Das Ergebnis ist ein neues Niveau industrieller Intelligenz
im Front Office. Fragen, die früher an die Techniker zurückgehen mussten,
können jetzt in Sekunden direkt im Kunden-Workflow beantwortet werden. Ein
Servicetechniker kann die passenden Ersatzteile für eine bestimmte Seriennummer
bereits vor dem ersten Vor-Ort-Einsatz identifizieren. Ein Vertriebsmitarbeiter
kann sich bei seinem Angebot auf solche Upgrades beschränken, die technisch
gültig und produzierbar sind. Und ein Kunde kann das richtige Teil finden und
bestellen, ohne auf einen Ingenieur warten zu müssen oder eine Hotline
anzurufen.
„Lange Zeit waren das Wissen der Ingenieure und die tägliche
Arbeit der Menschen, die unsere Produkte nutzen und warten, voneinander
getrennt. Das ändern wir jetzt“, sagte Roland Busch, Vorstandsvorsitzender der
Siemens AG. „Wir integrieren unseren digitalen Zwilling direkt in die
Arbeitsabläufe unserer Kunden. Damit geben wir den Teams in Service und
Vertrieb einen virtuellen Ingenieur an die Hand. Siemens bringt die
industrielle KI, Salesforce die Enterprise-KI. Gemeinsam schaffen wir einen
entscheidenden Baustein für ein industrielles KI-Betriebssystem, das
Produktentwicklung, Betrieb und Geschäftsprozesse miteinander verbindet.“
„Siemens und Salesforce beweisen, was möglich ist, wenn
Unternehmen die Zukunft gemeinsam gestalten wollen,“ sagte Marc Benioff,
Vorsitzender und CEO von Salesforce. „Gemeinsam zeigen wir die transformative
Wirkung von KI, die sich über das gesamte Unternehmen erstrecken kann – indem
wir das Beste unserer Technologie, Expertise und unseres Branchenwissens
zusammenführen. Dadurch definieren wir die Art und Weise neu, wie Arbeiten
erledigt und Kunden bedient werden. Dies ist eine Blaupause für das KI-Zeitalter:
enge Zusammenarbeit, die über das bloße Verbinden von Technologien hinausgeht,
um Transformation zu beschleunigen, neues Wachstum freizusetzen und völlig neue
Werte für Kunden zu schaffen.“
Für Hersteller sind die Auswirkungen dieser
Agent-zu-Agent-Verbindung unmittelbar spürbar und von grundlegender Bedeutung. Die
Fähigkeit, Prozesse von Wochen auf Stunden zu verkürzen, eröffnet schnelleren
Service, zuverlässigere Angebotsprozesse und neue Chancen, den
Aftermarket-Umsatz zu steigern – ein Geschäft, das laut Branchenanalysen etwa
sechsmal schneller wächst und ungefähr das Vierfache der Marge beim
Neugeräte-Verkauf trägt. Durch die Verbindung verlässlicher Produktdaten mit
dem Kundenkontext helfen Siemens und Salesforce Herstellern, sich von
Einmalverkäufen von Ausrüstung zu tieferen Kundenbeziehungen zu bewegen und
legen den Grundstein für vorausschauende, leistungsbasierte Servicemodelle.
Siemens hat außerdem Agentforce eingeführt und seinen
Inbound-Vertrieb mit KI-Agenten modernisiert. Dies gibt Kunden größere
Flexibilität beim Einkauf über AIforce, eine vertrauenswürdige Unternehmens-KI-Lösung,
die das gesamte Salesforce-Ökosystem – Daten, Arbeitsabläufe, Geschäftslogik,
Aktionen und Governance – in jede agentische Schnittstelle integriert.
Siemens erhielt monatlich über 2.500 potenzielle
Kundenkontakte, ohne zu wissen, welche davon die Zeit des Vertriebsteams
wirklich wert waren. Siemens setzte Agentforce ein, um das steigende Interesse
potenzieller Kunden effizient in qualifizierte Vertriebsgespräche umzuwandeln –
und das in großem Maßstab für 18.000 Vertriebsmitarbeiter. Die Leads fließen in
Sales Cloud, wo sie von zwei KI-Agenten, die eng zusammenarbeiten, betreut,
bewertet und weitergeleitet werden: einem Engagement-Agenten und einem
Qualifikations-Agenten. Der Engagement-Agent kontaktiert eingehende Leads und verweist
interessierte potenzielle Kunden an den Qualifikations-Agenten, der jeden
Einzelnen prüft, bevor die aussichtsreichsten Leads dem richtigen
Vertriebsmitarbeiter zugewiesen werden.
Der Engagement-Agent nutzt CRM-Daten, um die
E-Mail-Kontaktaufnahme zu personalisieren. Jede E-Mail enthält einen sicheren
öffentlichen Schlüssel, der den Lead identifiziert, ohne die interne
Datensatz-ID offenzulegen. Wenn der Interessent dem Qualifikations-Link folgt,
ermöglicht dieser Schlüssel dem Qualifikations-Agenten, den Verkaufsdatensatz
abzurufen, Informationen zu bestätigen oder hinzuzufügen und Details wie
Budget- und Zeitrahmenbedarfe während des Gesprächs zu speichern. Heute werden
100 % dieser eingehenden Leads in 132 Ländern von Siemens bearbeitet.
Zu dieser Pressemitteilung
Siemens AG (Berlin und München) ist ein führendes Technologieunternehmen mit Fokus auf die Felder Industrie, Infrastruktur, Mobilität und Gesundheitswesen. Anspruch des Unternehmens ist es, Technologie zu entwickeln, die den Alltag verbessert, für alle. Indem es die reale mit der digitalen Welt verbindet, ermöglicht es den Kunden, ihre digitale und nachhaltige Transformation zu beschleunigen. Dadurch werden Fabriken effizienter, Städte lebenswerter und der Verkehr nachhaltiger. Als führendes Unternehmen im Bereich industrieller Künstlicher Intelligenz nutzt Siemens sein umfassendes Fachwissen, um KI - einschließlich generativer KI - auf reale Anwendungen zu übertragen und entwickelt KI-Lösungen für Kunden aller Branchen, die einen echten Mehrwert bieten. Siemens ist mehrheitlicher Eigentümer des börsennotierten Unternehmens Siemens Healthineers, einem weltweit führenden Anbieter von Medizintechnik, der Pionierarbeit im Gesundheitswesen leistet. Für jeden Menschen. Überall. Nachhaltig.
Im Geschäftsjahr 2025, das am 30. September 2025 endete, erzielte der Siemens-Konzern einen Umsatz von 78,9 Milliarden Euro und einen Gewinn nach Steuern von 10,4 Milliarden Euro. Zum 30.09.2025 beschäftigte das Unternehmen auf fortgeführter Basis weltweit rund 318.000 Menschen. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.siemens.com.