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Pressemitteilung01. Juli 2026Siemens AGMünchen
Siemens investiert 300 Millionen Euro in Deutschland und schafft bis zu 700 Arbeitsplätze bis 2030
Die Investition ist Teil einer globalen
Kapazitätserweiterung: Bereits im März 2026 hatte Siemens ein Investment von
165 Millionen US-Dollar in seine Werke in USA bekannt gegeben, um dort das
schnelle Wachstum von KI und Rechenzentren zu unterstützen. Mit dem Ausbau der
Fertigungsstandorte in Deutschland macht Siemens nun einen weiteren Schritt, um
die weltweite Versorgung mit elektrischen Schaltanlagen zu sichern. Die
Investition umfasst ein neues Zulieferwerk in Offenbach und den Ausbau der
beiden bestehenden Werke in Frankfurt am Main. Die Baumaßnahmen starten im Juli
2026, die Produktion im Zulieferwerk beginnt ab Frühjahr 2027. Bis 2030 werden
dadurch bis zu 700 neue Arbeitsplätze entstehen.
„Mit dieser Investition stärken wir unsere Führungsrolle bei
Technologien, die das Rückgrat der Industrien von morgen bilden“, sagt Roland
Busch, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG. „Ob Rechenzentren,
Elektromobilität oder industrielle Automatisierung – die Nachfrage nach
intelligenter Elektrifizierung wächst weltweit. Um diese zu bedienen, bauen wir
einen Standort aus, der schon heute für außergewöhnliche Flexibilität und
höchste Variantenvielfalt steht. Denn Wettbewerbsfähigkeit entsteht dort, wo
Technologie, Know-how und die Erfahrung der Menschen zusammenkommen, um für
Kunden die besten Lösungen zu liefern. Genau das macht diesen Standort stark –
und ist der Grund, warum wir weiter hier investieren.“
Am Standort Frankfurt produziert Siemens seit über
40 Jahren elektrische Schaltanlagen, die wie ein Nervenzentrum den Strom
in Fabriken oder Rechenzentren verteilen und optimal regulieren. Diese Systeme
werden weltweit immer mehr nachgefragt – getrieben durch den Aufbau von
E-Mobilität und Rechenzentren, die steigende Elektrifizierung von Fabriken und
den Ausbau der Technologieindustrie. Besonders die rasante Verbreitung von
künstlicher Intelligenz beschleunigt Investitionen in die Infrastruktur von
Rechenzentren und treibt die Nachfrage nach effizienten
Energieverteilungstechnologien an. Der Bereich Siemens Smart Infrastructure
konnte im Geschäft mit Rechenzentren im zweiten Quartal des Geschäftsjahres
2026 einen Rekord-Auftragswert von 1,9 Milliarden Euro verbuchen. Auch der
Umsatz mit diesen Technologien hat sich im ersten Halbjahr 2026 um mehr als 45
Prozent auf 1,8 Milliarden Euro gesteigert.
„Der Markt für Data Center boomt weltweit mit Wachstumsraten
weit über zehn Prozent”, sagt Peter Körte, CEO Siemens Smart Infrastructure.
„Die nächste Generation von Rechenzentren entsteht gerade. KI-Fabriken, die nur
eines produzieren: Intelligenz. Industrielle Großanlagen mit einem riesigen
Strombedarf. Dazu brauchen wir Schaltanlagen der nächsten Generation. Das
technische Herzstück für die künftigen Superhirne der Industrie. Und die bauen
wir hier in Frankfurt.“
Im Rahmen des Investments wird Siemens ab Juli 2026 ein
Gelände in Offenbach mieten und anschließend ausbauen. Die Produktion startet
im Frühjahr 2027. Dabei plant das Unternehmen, die Vorfertigung vom Stammwerk
in Frankfurt ins sechs Kilometer entfernte Offenbach schrittweise zu verlagern.
Auch seine beiden Werke in Frankfurt wird Siemens erweitern und dort bis
Oktober 2027 eine weitere Halle errichten. Dadurch sollen die
Fertigungskapazitäten für Schaltanlagen signifikant gesteigert werden. Die bis zu 700
neuen Arbeitsplätze bis 2030 verteilen sich auf alle drei Standorte und
Funktionen – von Jobs in Verwaltung, Fertigung bis hin zur Logistik.
„Das ist ein großartiges Signal für die Region
Frankfurt-Rhein-Main“, sagt Frankfurts Oberbürgermeister Mike Josef. „Erneut
zeigt sich, dass Frankfurt und die Region nach wie vor ein attraktives
Ansiedlungsgebiet für Wirtschaft und Industrie sind. Es ist gut, dass das
Rhein-Main-Gebiet auch in der industriellen Produktion gestärkt wird. Sie ist
ein essenzielles zweites Standbein neben der starken Finanzwirtschaft. Positiv
ist insbesondere, dass die freiwerdenden Flächen im Stammwerk dazu genutzt
werden, die Fertigungskapazitäten für Schaltanlagen zu steigern und dass die
Endproduktion in Frankfurt stattfindet. Ich bedanke mich bei allen beteiligten
Ämtern und Betrieben, insbesondere der Wirtschaftsförderung, sowie Siemens für
die gute Zusammenarbeit.“
„Die Ansiedlung von Siemens in Offenbach zeigt, dass
Industrie in Deutschland eine Zukunft hat – wenn Politik, Verwaltung und
Wirtschaft eng und vertrauensvoll zusammenarbeiten”, sagt Dr. Felix Schwenke,
Oberbürgermeister der Stadt Offenbach am Main. „Dass wir in Offenbach gemeinsam
mit der Industrie- und Handelskammer gezielt Flächen für Industrie und Gewerbe
sichern, hat diese Ansiedlung erst möglich gemacht. Ich danke Siemens für das
Vertrauen und die ganz konkrete Zusammenarbeit von Anfang an. Mit diesen neuen
Industriearbeitsplätzen in einer wachsenden Zukunftsbranche setzt Offenbach
seinen Aufwärtstrend der letzten Jahre fort.“
Siemens ist weltweit das einzige Unternehmen, das Last- und
Leistungsschalttechnik an einem Standort herstellt – mit jahrzehntelanger
Erfahrung in Entwicklung, Fertigung, Service, Qualitäts- und Umweltmanagement
sowie Prüftechnik mit akkreditiertem Prüflabor. Das Schaltanlagenwerk Frankfurt
besteht derzeit aus zwei Werken mit rund 2.800 Mitarbeitenden in Produktion,
Forschung und Entwicklung sowie Automatisierung. Das Werk ist nicht nur das
weltweite Kompetenzzentrum für gasisolierte Schaltanlagen, sondern auch
Vorreiter für Schaltanlagen ohne das klimaschädliche Isoliergas SF₆.
Diese F-Gas-freien Lösungen
nutzen stattdessen „Clean Air“-Gas, das aus natürlichen Bestandteilen der
Umgebungsluft besteht. Die Lösungen
hat Siemens bereits lange vor dem Inkrafttreten der EU-Direktive entwickelt und
vertrieben – und ist damit heute in der Lage, Kunden zeitnah und in großen Stückzahlen zu beliefern.
Mit diesem Investment bestärkt Siemens sein Bekenntnis zum
Standort Deutschland und der „Made for Germany“-Initiative. Die 134
Mitglieds-Unternehmen setzen sich dafür ein, die Innovationskraft,
Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Zwischen 2025
und 2028 investieren die Mitglieder gemeinsam über 800 Milliarden Euro in
Deutschland.
Pressebilder
Siemens Schaltanlagenwerk in Frankfurt, Carl-Benz-Straße
Siemens Schaltanlagenwerk in Frankfurt, Daimlerstraße
Zu dieser Presseinformation
Siemens AG (Berlin und München) ist ein führendes Technologieunternehmen mit Fokus auf die Felder Industrie, Infrastruktur, Mobilität und Gesundheitswesen. Anspruch des Unternehmens ist es, Technologie zu entwickeln, die den Alltag verbessert, für alle. Indem es die reale mit der digitalen Welt verbindet, ermöglicht es den Kunden, ihre digitale und nachhaltige Transformation zu beschleunigen. Dadurch werden Fabriken effizienter, Städte lebenswerter und der Verkehr nachhaltiger. Als führendes Unternehmen im Bereich industrieller Künstlicher Intelligenz nutzt Siemens sein umfassendes Fachwissen, um KI - einschließlich generativer KI - auf reale Anwendungen zu übertragen und entwickelt KI-Lösungen für Kunden aller Branchen, die einen echten Mehrwert bieten. Siemens ist mehrheitlicher Eigentümer des börsennotierten Unternehmens Siemens Healthineers, einem weltweit führenden Anbieter von Medizintechnik, der Pionierarbeit im Gesundheitswesen leistet. Für jeden Menschen. Überall. Nachhaltig.
Im Geschäftsjahr 2025, das am 30. September 2025 endete, erzielte der Siemens-Konzern einen Umsatz von 78,9 Milliarden Euro und einen Gewinn nach Steuern von 10,4 Milliarden Euro. Zum 30.09.2025 beschäftigte das Unternehmen auf fortgeführter Basis weltweit rund 318.000 Menschen. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.siemens.com.