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Gründung des ersten Technischen Büros von Siemens & Halske in Magdeburg am 1. April 1901
Siemens-Technik prägte regionale Infrastruktur und Industrie
Niederlassung ist Wegbereiter der digitalen Transformation mit großem Kundenstamm in der Region
Siemens
und Magdeburg verbindet eine lange gemeinsame Geschichte: Am 1. April 1901
eröffnete Siemens & Halske ein „Technisches Buerau“ mit sechs Angestellten in
Magdeburg, wo die Firma zuvor über eine Generalvertretung repräsentiert war. Mit Gründung der Siemens-Schuckert-Werke
(SSW) verschmolzen 1903 dieses Technische Büro sowie das Technische Büro der Elektrizität-Aktiengesellschaft,
vormals Schuckert Co. (EAG) und firmierten von da an als
Siemens-Schuckert-Werke GmbH, Technisches Büro Magdeburg.
Gründung des ersten Technischen Büros von Siemens & Halske in Magdeburg am 1. April 1901
Siemens-Technik prägte regionale Infrastruktur und Industrie
Niederlassung ist Wegbereiter der digitalen Transformation mit großem Kundenstamm in der Region
Siemens
und Magdeburg verbindet eine lange gemeinsame Geschichte: Am 1. April 1901
eröffnete Siemens & Halske ein „Technisches Buerau“ mit sechs Angestellten in
Magdeburg, wo die Firma zuvor über eine Generalvertretung repräsentiert war. Mit Gründung der Siemens-Schuckert-Werke
(SSW) verschmolzen 1903 dieses Technische Büro sowie das Technische Büro der Elektrizität-Aktiengesellschaft,
vormals Schuckert Co. (EAG) und firmierten von da an als
Siemens-Schuckert-Werke GmbH, Technisches Büro Magdeburg.
Lebensstation des
Firmengründers
Fast 70
Jahre vor Eröffnung der ersten Magdeburger Siemens-Niederlassung war die
Elbestadt für Werner von Siemens eine wichtige Lebensstation. Hier begann er
seine militärische Laufbahn, die Voraussetzung für seine spätere
technisch-wissenschaftliche Ausbildung und damit für seine Tätigkeit als
Ingenieur und Erfinder. Im Juli 1834 meldete sich der damals 17-jährige zur 3.
Artilleriebrigade in Magdeburg. Nach Ablegung des Unteroffiziersexamens in
Berlin kehrte er 1838 an die Elbe zurück und begann sich intensiv Wissenschaft
und Technik zu widmen. Zwischenzeitlich nach Wittenberg versetzt, kam er 1842,
diesmal unfreiwillig, wieder nach Magdeburg, um in der Zitadelle eine Strafe
abzubüßen, da er verbotenerweise als Sekundant an einem Duell teilgenommen
hatte. Die Haftwochen nutzte er für wissenschaftliche Studien und für
Experimente, was ihm als Offizier möglich war, und entdeckte so das Verfahren
des galvanischen Versilberns und Vergoldens. Dies war seine erste
elektrotechnische Arbeit, für die er sein erstes Erfindungspatent erhielt.
Der Maschinensaal des Zentralbahnhofs Magdeburg, 1895. S&H lieferte die elektrische Beleuchtungsanlage. Die beiden Dynamomaschinen hatten eine Leistung von 50.000 Voltampere, das entspricht der Leistung von 111 Bogenlampen von je neun Ampere.
Wichtiger
Partner in Elektrifizierung und Nachrichtentechnik
Im
ausgehenden 19. Jahrhundert sowie in den ersten Jahrzehnten des 20.
Jahrhunderts prägte Siemens den Auf- und Ausbau der Energieversorgung,
Infrastruktur und Nachrichtentechnik in der Region entscheidend mit. Dafür
stehen beispielhaft der Bau des Magdeburger Orts- und des Fernamtes ab 1910, elektrische
Beleuchtungsanlagen für den Magdeburger Zentralbahnhof sowie für Fabriken und
Handwerksbetriebe, Brauereien und Hotels oder auch die Ausstattung diverser
Banken mit Sicherungstechnik.
1911
lieferte SSW eine elektrische Schnellzuglokomotive 2-B-1 an die Königlich Preußischen
Staatseisenbahnen. Die Lok kam auf der Strecke Halle – Leipzig – Magdeburg zum
Einsatz, einer der ersten elektrifizierten Strecken der preußischen Eisenbahnunternehmen,
und diente in erster Linie der Erprobung des elektrischen Einsatzes.
Siemens installierte
1926 eine Rundfunk-Empfangsanlage mit Innenantenne und Neutrogerät im
Brockenhaus. Dadurch wurde nicht nur der zuvor schwache und störanfällige Rundfunk-Empfang
deutlich besser: Zu den Nebeneffekten der Anlage gehörte, dass „der Wetterwart
der meteorologischen Station auf dem Brocken nunmehr imstande ist, das
Zeitzeichen regelmäßig aufzunehmen und so seine Beobachtungen mit zutreffenden
Zeitangaben zu versehen“, wie es in einer Siemens-Zeitschrift von März 1926
hieß.
Die Buckauer
Eisenbahnbrücke in Magdeburg wurde Anfang der 1930er Jahre umgebaut, da sie den
wachsenden Anforderungen der Elbe-Schifffahrt nicht mehr gerecht werden konnte.
Mit einer Spannweite von 90 Metern war das Bauwerk die seinerzeit längste
Hubbrücke Europas. Es konnte um fast drei Meter angehoben werden, und die
Schifffahrtsöffnung betrug 86 Meter. SSW lieferte dafür die elektrische
Ausrüstung.
Im Auftrag
der Elektrizitätswerke AG (EWAG) Berlin errichtete Siemens in Mitteldeutschland
die erste 220-Kilovolt-Leitung mit Aluminium-Stahl-Seilen für die Freileitung
Harbke – Magdeburg.
1948 wurde
Siemens von seinen Betriebsstätten in der sowjetischen Besatzungszone
enteignet. Das Starkstromgeschäft des ehemaligen Technischen Büros von Siemens in
Magdeburg wurde der
Vereinigung Volkseigener Betriebe des Elektro-Maschinenbaus (VEM) und die
Nachrichtentechnik der Vereinigung Volkseigener Betriebe Radio- und
Fernmeldetechnik (RFT) zugeordnet. Ab 1951 firmierte der
starkstromtechnische Hauptteil als VEB Starkstrom-Anlagenbau Magdeburg und
entwickelte sich im Rahmen des VEM-Netzwerks weiter, während der RFT-Teil zunächst
in VEB Funk- und
Fernmeldeanlagenbau umbenannt und später als VEB Nachrichtenelektronik
Magdeburg ein eigenständiger Betrieb innerhalb des VEB Kombinat
Nachrichtenelektronik Berlin wurde.
Mit der
politischen Wende 1990 wurde der Starkstrom-Bereich schließlich in die AEG
Starkstrom-Anlagenbau Magdeburg GmbH überführt. Aus dem VEB Nachrichtenelektronik Magdeburg gründeten
sich mehrere Gesellschaften, darunter die Nachrichtenanlagenbau GmbH Magdeburg, ein späterer Siemens-Kooperationspartner.
Für die Modernisierung der Buckauer Eisenbahnbrücke in Magdeburg Anfang der 1930er Jahre lieferte SSW die elektrische Ausrüstung.
1992 errichtete Siemens ein Luftüberwachungsnetz mit 18 automatisch arbeitenden Stationen für das sachsen-anhaltische Landesamt für Umweltschutz. Daten zu den wichtigsten Luftschadstoffen wurden an die Datenzentrale Magdeburg übermittelt.
Wiederaufnahme
des Geschäftsbetriebs nach der Wende
Als eines
der ersten bundesdeutschen Unternehmen intensivierte Siemens unmittelbar nach
der Wende seine Kontakte zu DDR-Kombinaten, die auch zuvor nie ganz abgerissen
waren, und war maßgeblich an Wiederaufbau und Modernisierung der Infrastruktur
in der östlichen Bundesländern beteiligt, so auch in der Region Magdeburg.
Beispielhaft seien genannt das erste elektronische Stellwerk der Deutschen
Reichsbahn im Bahnhof Eilsleben, komplette Telekommunikationssysteme für die Landesregierung
Sachsen-Anhalt und die Treuhand-Niederlassung in Magdeburg, ein
Luftüberwachungsnetz mit 18 automatisch arbeitenden Stationen für das Landesamt
für Umweltschutz oder die Ausrüstung des Eisenbahnknotens Magdeburg mit drei
elektronischen Stellwerken und zugehörigen Außenanlagen.
Seit 1997 ist die heutige
Siemens-Niederlassung Magdeburg im Werner-von-Siemens-Ring ansässig. Der
Siemens-Standort Irxleben fertigt Fahr- und Betriebsdatenerfassungs- sowie
Speicher- und Auswertesysteme, Informations- und Visualisierungslösungen,
Energie-Managementlösungen, Prozessmesstechnik sowie Prüftechnik und wickelt
Aufträge für die Bahnindustrie ab. Er gehört zur Siemens Mobility GmbH.
Die Siemens-Niederlassung
Magdeburg heute
So wie das ausgehende 19.
Jahrhundert eine technologische Revolution erlebte, stehen auch wir heute vor
grundlegenden technologischen Umbrüchen. Vor über 100 Jahren war es die
Elektrizität auf der Basis des von Werner von Siemens entdeckten dynamoelektrischen
Prinzips, die Strom für Straßenbeleuchtung, für Antriebe in den Fabriken, für
öffentliche und private Mobilität und in die Haushalte brachte. Heute ist es
die Digitalisierung, die alle Lebensbereiche grundlegend verändert. Mit
profunden Produkt- und Software-Kenntnissen sowie umfassendem Branchen-Know-how
unterstützt Siemens seine Kunden in der
Region, die Herausforderungen der digitalen Transformation zu meistern. Dies
ist ganz im Sinne unseres Firmengründers, der Innovationen nie als Selbstzweck,
sondern immer in ihrer wirtschaftlichen Anwendbarkeit sowie in ihren
Auswirkungen auf das Leben der Menschen
betrachtete.
Auch
als Innovationspartner in Forschung und Lehre hat Siemens einen guten Ruf in der
sachsen-anhaltischen Landeshauptstadt. So verbinden uns Partnerschaften mit der
Otto-von-Guericke-Universität, der Hochschule Magdeburg-Stendal oder auch dem Institut für Automation
und Kommunikation ifak Magdeburg.
Die Niederlassung Magdeburg am Werner-von-Siemens-Ring
Die Siemens AG (Berlin und München) ist ein führendes Technologieunternehmen mit Fokus auf die Felder Industrie, Infrastruktur, Mobilität und Gesundheitswesen. Anspruch des Unternehmens ist es, Technologie zu entwickeln, die den Alltag verbessert, für alle. Indem es die reale mit der digitalen Welt verbindet, ermöglicht es den Kunden, ihre digitale und nachhaltige Transformation zu beschleunigen. Dadurch werden Fabriken effizienter, Städte lebenswerter und der Verkehr nachhaltiger. Als führendes Unternehmen im Bereich industrieller Künstlicher Intelligenz nutzt Siemens sein umfassendes Fachwissen, um KI - einschließlich generativer KI - auf reale Anwendungen zu übertragen und entwickelt KI-Lösungen für Kunden aller Branchen, die einen echten Mehrwert bieten. Siemens ist mehrheitlicher Eigentümer des börsennotierten Unternehmens Siemens Healthineers, einem weltweit führenden Anbieter von Medizintechnik, der Pionierarbeit im Gesundheitswesen leistet. Für jeden Menschen. Überall. Nachhaltig.
Im Geschäftsjahr 2025, das am 30. September 2025 endete, erzielte der Siemens-Konzern einen Umsatz von 78,9 Milliarden Euro und einen Gewinn nach Steuern von 10,4 Milliarden Euro. Zum 30.09.2025 beschäftigte das Unternehmen auf fortgeführter Basis weltweit rund 318.000 Menschen. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.siemens.com.