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Sicher und staufrei in die Zukunft: Modernisierung des Karawankentunnels mit Lösungen von Siemens

Die Modernisierung des Karawankentunnels soll bis 2029 abgeschlossen sein und künftig für staufreien Reiseverkehr sorgen. © Rudolf Froese / STRABAG Infrastructure & Safety Solutions 

Das Protokoll NTCIP ist direkt in die SIMATIC-Steuerung integriert und sorgt für eine vereinfachte Anbindung von mehreren hundert Warnverkehrszeichen. © Rudolf Froese / STRABAG Infrastructure & Safety Solutions 

Patrick Zwetti, STRABAG Infrastructure & Safety Solutions: “Siemens versorgte uns nicht nur mit einer langlebigen Steuerungslösung, sondern hat proaktiv mit uns an Innovationen gearbeitet – wie der Entwicklung der Übertragung des NTCIP-Protokolls direkt in der Steuerungstechnik. Diese enge Zusammenarbeit war ein echter Mehrwert und hat uns auf der Baustelle enorme Zeit und Kosten gespart.“ 

Johannes Freithofnig, Branchenverantwortlicher bei der Siemens AG Österreich: „Durch die Modernisierungen des Karawankentunnels gestalten wir gemeinsam mit der ASFINAG und der STRABAG Infrastructure & Safety Solutions die Zukunft der Mobilität aktiv mit. Unsere Lösungen sorgen dafür, dass kritische Situationen früh erkannt und Risiken für Verkehrsteilnehmende und Betriebspersonal zuverlässig minimiert werden.“

Herzstück der Lösung sind 50 redundante SIMATIC-S7-1500H-Steuerungen und das leistungsstarke Leitsystem WinCC OA, das zweisprachig programmiert wurde, um den unterschiedlichen nationalen Vorschriften und Datenanforderungen von Österreich und Slowenien gerecht zu werden. Insgesamt wurden über 200 Input/Output(IO)-Baugruppen verbaut, um eine umfassende Funktionalität zu gewährleisten. Das ermöglicht sowohl die zuverlässige Steuerung aller Tunnelkomponenten – von Beleuchtung über Lüftung bis zu den Notrufnischen – als auch eine einfache Wartung und hohe Ausfallsicherheit. Das Protokoll NTCIP(National Transportation Communications for Intelligent Transportation System Protocol) ist direkt in die SIMATIC-Steuerung integriert und sorgt so neben einer Beschleunigung der Inbetriebnahme auch für eine vereinfachte Anbindung von mehreren hundert Warnverkehrszeichen. Für bestmöglichen Schutz vor Cyberangriffen wurde im Karawankentunnel ein geschlossenes System implementiert, das nach IEC 62443 produktzertifiziert ist, eine verschlüsselte Kommunikation gewährleistet und die Ausbreitung möglicher Angriffe innerhalb des Systems verhindert. 

Ein Video- und Detektionsmanagementsystem mit Anbindung zur Leitechnik leistet ebenfalls einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit. 90 Fixkameras mit Videodetektion überwachen den Tunnel rund um die Uhr und erkennen automatisch sicherheitsrelevante Ereignisse wie Rauchentwicklung, Verkehrsstörungen, Falschfahrten oder stehende Fahrzeuge. Durch die intelligente Analyse in Echtzeit kann die Leitzentrale sofort reagieren und notwendige Maßnahmen einleiten. Ergänzend sorgt die hochverfügbare Linienbrandmeldeanlage Fibro Laser von Siemens für schnelle und zuverlässige Detektion über die gesamte Länge der Röhren, auch in den Betriebs- und Technikgebäuden. Schon kleinste Temperaturveränderungen werden von der Anlage erkannt und ermöglichen eine frühzeitige Alarmierung – ein entscheidender Faktor für Sicherheit und Reaktionsgeschwindigkeit im Ernstfall. 

Durch den Einsatz von Siemens-Komponenten konnte auch die Umschaltung zwischen österreichischem und slowenischem Stromnetz flexibel und einfach bewerkstelligt werden.

Die Modernisierungen des Karawankentunnels mit den zwei modernen Röhren und jeweils zwei Fahrspuren sollen bis 2029 abgeschlossen sein und künftig für staufreien Reiseverkehr sorgen. 
Über Siemens in Österreich
Siemens zählt in Österreich zu den führenden Technologieunternehmen des Landes. Insgesamt arbeiten für Siemens in Österreich rund 9.400 Menschen. Der Umsatz lag im Geschäftsjahr 2025 bei rund 3,8 Milliarden Euro. Siemens verbindet die physische und digitale Welt — mit dem Anspruch, daraus einen Nutzen für Kunden und Gesellschaft zu erzielen. Das Unternehmen setzt schwerpunktmäßig auf die Gebiete intelligente Infrastruktur bei Gebäuden und dezentralen Energiesystemen, Automatisierung und Digitalisierung in der Prozess- und Fertigungsindustrie. Automatisierungstechnologien, Software und Datenanalytik spielen in diesen Bereichen eine große Rolle. Mit all seinen Werken, weltweit tätigen Kompetenzzentren und regionaler Expertise in jedem Bundesland trägt Siemens in Österreich nennenswert zur heimischen Wertschöpfung bei. Im abgelaufenen Geschäftsjahr betrug das Fremdeinkaufsvolumen von Siemens in Österreich bei rund 6.800 Lieferanten – etwa 4.200 davon aus Österreich – über 1,1 Milliarden Euro. Siemens Österreich hat die Geschäftsverantwortung für den heimischen Markt sowie für weitere 25 Länder (Lead Country Austria). Weitere Informationen finden Sie unter: www.siemens.at

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JOHANNA BÜRGER

+43 (664) 88555678